Furrer: «Der Charakter dieses Teams ist unglaublich»

Nach den Coups gegen Schweden, Kanada und Tschechien hat die Schweizer Nationalmannschaft ihre erste Pflichtaufgabe gegen Aufsteiger Slowenien bravourös gemeistert. «Doch wir haben noch nichts erreicht», mahnt Trainer Sean Simpson.

Nach dem frühen Führungstreffer der Slowenen wähnte man sich für kurze Zeit zurück in harzigen Duellen vergangener Jahre gegen sogenannt «kleinere» Nationen.

Beeindruckende Korrektur des Fehlstarts

Es hätte auch gegen die Slowenen eines dieser Spiele werden können. Vor allem dann, wenn die Osteuropäer nach einer knappen Viertelstunde ihre Grosschance zum 2:0 genutzt hätten. Stattdessen aber glich Simon Bodenmann praktisch im Gegenzug das Skore aus, bevor seine Linienpartner Luca Cunti und Denis Hollenstein noch vor der 1. Sirene auf 3:1 erhöhten und so den Fehlstart auf beeindruckende Art und Weise korrigierten.

Simpson: «Einstellung war Schlüssel zum Erfolg»

«Die Reaktion meiner Mannschaft auf den Rückstand war sehr stark,» lobte Trainer Sean Simpson nach Spielschluss. «Die Jungs hatten die richtige Einstellung heute - das war der Schlüssel zum Erfolg.» Der 52-Jährige trat jedoch sogleich in gewohnter Manier auf die Euphoriebremse: «Es ist schön, dass wir nun 4-mal gewonnen haben. Doch erreicht haben wir deshalb noch gar nichts.»

Hollenstein: «Die Chemie stimmt zurzeit»

Denis Hollenstein führt nach seinen 2 Toren mit nun beachtlichen 3 Treffern und 3 Assists in 4 WM-Spielen die interne Skorerliste deutlich an. Und auch im internationalen Vergleich findet sich Hollenstein aktuell in einer illustren Runde mit Superstars wie Steven Stamkos und Ilja Kowaltschuk wieder. Doch der 23-Jährige gab die Lorbeeren sogleich weiter: «Ich habe sehr gute Linienpartner, die mir alles erleichtern. Die Chemie stimmt zurzeit.»

Furrer: «Die kurze Pause tut sicherlich gut»

Verteidiger Philippe Furrer stellte selbstbewusst klar: «Obwohl wir das 1. Tor bekamen, war uns klar: Wir sind besser als sie! Der Teamspirit und der Charakter dieser Mannschaft sind einfach unglaublich. Und genau auf solche Eigenschaften kommt es an einer WM an.»

Dass der Schweiz nun 2 Ruhetage bevorstehen, kommt dem Berner ganz gelegen: «Die kurze Pause tut sicherlich gut. In einem Turnier ist es wichtig, den Kopf auch mal zu lüften, um dann frisch an die weiteren Aufgaben heranzugehen.» Und wer weiss, was für grosse Spiele der Schweiz an dieser WM noch bevorstehen werden.