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Grosser Erfolg mit Österreich Roger Bader, der Baumeister des «Wunders von Kopenhagen»

Und wieder sorgt ein Schweizer als Nationaltrainer in Österreich für Furore. Diesmal in Form des Klassenerhalts.

Roger Bader gibt seinen Spielern die Marschrichtung vor.
Legende: Ein Schweizer im Zentrum Roger Bader gibt seinen Spielern die Marschrichtung vor. Keystone

Marcel Koller hatte Österreichs Fussball-Nati auf Vordermann gebracht, erstmals in der Geschichte auf sportlichem Weg an eine EM-Endrunde geführt und im Nachbarland eine riesige Euphorie entfacht. Um Roger Bader ist es weniger laut, doch auch die Meriten des Chefs an der Eishockey-Bande werden durchaus gewürdigt.

Mit dem «perfekten Spiel» zum grossen Erfolg

Als «Wunder von Kopenhagen» feierte die Kronen Zeitung Österreichs 4:0-Sieg über Weissrussland, der Kurier sprach von einer Sensation. Erstmals seit 10 (!) Jahren ist es einem Aufsteiger wieder gelungen, sich in der A-Klasse zu halten. Österreich im Speziellen musste nach den letzten 6 Aufstiegen jeweils gleich wieder den Gang in die B-Gruppe antreten.

Nicht so dieses Mal, nicht nach dem kapitalen Sieg vom Samstag. «Für unsere Verhältnisse kann man von einem perfekten Spiel sprechen», freute sich Bader. «Die Mannschaft hat vieles von dem, was wir uns vorgenommen hatten, umgesetzt.»

Legende: Video Die Tore bei Österreich - Weissrussland abspielen. Laufzeit 0:23 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 12.05.2018.

Bader, den 53-jährigen Winterthurer, hatte es 2014 nach Österreich gezogen, wo er zunächst als Ausbildungschef und Trainer von Nachwuchs-Nationalteams amtete. Und plötzlich ging alles ganz schnell. Er wurde als Interimstrainer in die A-Nati geholt, schaffte den Aufstieg in die A-Klasse und stieg mit Vertrag bis 2020 zum Cheftrainer auf.

«Kein Kindergeburtstag»

Der Abstand zu den besten Nationen ist nach wie vor riesig, das ist dem Schweizer absolut bewusst. Der Kampf gegen den Abstieg wird folglich auch künftig äusserst hart sein.

«Wir sind nicht bei einem Kindergeburtstag, sondern bei einer WM. Das ist ein Anlass für Männer», hatte er es gegenüber den Salzburger Nachrichten nach der 2:5-Pleite gegen Frankreich auf den Punkt gebracht. «Jetzt muss man aufstehen, und wenn man das nicht kann, muss man zu Hause bleiben.»

Gleich schön wie ein Erstliga-Titel?

Gegen Weissrussland ist sein Team aufgestanden und hat das «Wunder» wahr gemacht. Von 20 Minuten darauf angesprochen, ob dies der grösste Erfolg seiner bisherigen Trainerkarriere sei, meinte Bader: «Das ist schwer zu sagen. Mit Uzwil Erstliga-Meister zu werden oder mit den Junioren von Kloten die Elite-Meisterschaft zu gewinnen, war auch schön.»

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 11.05.2018, 22:30 Uhr

3 Kommentare

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  • Kommentar von Frédéric-Marc Fluehmann (Frédéric-Marc Fluehmann)
    Gut für Österreich, schlecht für Weissrussland. Aber besser Österreich als Südkorea! Die A-Gruppe (Top-Division) hat kein Platz für schnellgezüchtete Retorten-Nationalmannschaften die wegen dem Kommerz aufgebaut und finanziert werden. Bereits die Aufstockung auf 16 Mannschaften hat nur kommerzielle Gründe. Leider auf Kosten der Qualität. Profitieren tun nur die Sponsoren die ihre Produkte so auf einer internationalen Bühne präsentieren können.
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser (jeani)
    Finde es toll und "völkerverbindend" sich mit dem nötigen Talent gegenseitig zu helfen, gerade als Nachbarn!
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  • Kommentar von Beat Reuteler (br)
    Während Östereicher traditionell Schweizer Skifahrer zum Siegen bringen ist es in den Mannschaftssportarten offenbar umgekehrt....
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