Zum Inhalt springen

WM Landet der Puck gegen die USA im Netz?

Nach dem missglückten WM-Auftakt gegen Russland trifft die Schweizer Nati heute in Minsk auf die USA. Vor allem das Toreschiessen dürfte gegenüber Freitag kaum einfacher werden - mit Tim Thomas haben die USA einen Keeper, der auch mit 40 Jahren noch über grosse Klasse verfügt.

Star-Keeper Tim Thomas im Dress der Boston Bruins.
Legende: Schwer zu bezwingen Die Schweizer Stürmer treffen gegen die USA auf Star-Keeper Tim Thomas. Keystone

Über 215 Minuten wartet die Schweizer Eishockey-Nati mittlerweile auf einen Tor-Erfolg. Beim 0:5 gegen Russland gelang es nicht, Keeper Sergej Bobrowski zu überwinden. Stürmer Damien Brunner meinte, richtig Sorgen machen müsse man sich erst, wenn man nicht mehr zu Chancen komme. Und die habe man gegen die Russen gehabt.

Auch gegen das junge, talentierte Team der USA, das mit einem 6:1 über Gastgeber Weissrussland zur WM gestartet ist, dürfte die Schweiz zu Chancen kommen. Denn das klare Verdikt täuscht über den Spielverlauf hinweg: Die Weissrussen hatten lange mehr vom Spiel, scheiterten aber immer wieder am 40-jährigen US-Keeper Tim Thomas.

Eine turbulente Karriere

Thomas hat eine turbulente Karriere hinter sich. Der 1994 von den Quebec Nordiques gedraftete Keeper schaffte den Sprung in die NHL lange nicht und spielte vor allem in Skandinavien. Erst im September 2005 verliess er Jokerit Helsinki und wechselte zu den Boston Bruins, mit denen er 2011 den Stanley Cup gewann und mit Auszeichnungen überhäuft wurde.

Kein Besuch bei Obama

Die Feierlichkeiten gingen danach nicht ohne Misstöne über die Bühne. Thomas, ein bekennender Republikaner aus der Arbeiterstadt Flint, Michigan, boykottierte den Besuch bei Präsident Barack Obama. Er fühle sich durch die US-Politik in seiner Freiheit eingeschränkt, liess er mitteilen.

Im Herbst 2012 nahm Thomas eine Auszeit vom Eishockey, während der er von den Bruins zu den New York Islanders getradet wurde.

Auf dem Abstellgleis

Thomas' NHL-Karriere war damit auf ein Abstellgleis geraten. Die aktuelle Saison begann er mit den inferioren Florida Panthers, später folgte der Wechsel nach Dallas als Backup hinter Kari Lehtonen. Trotzdem: Bei seiner 5. A-WM ist Thomas immer noch ein sicherer Wert - die Schweizer werden es zweifellos zu spüren bekommen.

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Die WM-Partie der Schweiz gegen die USA sehen Sie ab 19:30 auf SRF zwei. Sie können das Spiel auch im LiveCenter als Livestream mitverfolgen.

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Stephan Ellenberger, Bern
    Die Schweiz hat 1992 und 1998 den 4 Platz erreicht was damals eine herforagende Leistung war. Die Silbermedaille vom letzten Jahr war sensationell . Wenn wir aber auf all die Jahre dazwischen schauen dann sehen wir das das erreichen des virtelfinale das Optimum ist. Auch dieses Jahr werden die Schweizer wieder im Viertelfinale sein alles was mehr ist ist sehr gut
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Maxl602, Basel
    nicht nur Bärtschi wird überschätzt, sondern das Eishockey in der Schweiz generell. Die können doch nach dem glücklichen 2. Platz letztes Jahr, dieses Jahr auch locker absteigen. Eishockey ist eine enge langweilige Sportart geworden, in welcher die Resultate langsam den Fussball-Resultaten gleichen. Da spielen rund 50 Länder auf dieser Welt diese Sportart und wir Schweizer sind meist in den TopTen, das ist nun wirklich keine Superleistung... Da sind die Fussballer international besser klassiert
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Fabi96, Zürich
    Hopp Schwizz!! Das chunt scho no!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen