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WM Machen Strafen im WM-Final den Unterschied?

Der WM-Final zwischen Kanada und Schweden verspricht ein Duell auf Augenhöhe (ab 20:00 Uhr live auf SRF zwei). Die Statistik zeigt: Die Special Teams dürften entscheidend sein.

Zum ersten Mal seit 2004 treffen Kanada und Schweden in einem WM-Final aufeinander. Vor 13 Jahren jubelten in Prag am Ende – wie so oft – die Nordamerikaner.

Am Sonntag können die Seriensieger im Endspiel in Köln ihren 27. WM-Titel und den 3. Triumph in Folge holen. Doch mit Schweden wartet ein Gegner, der in vielerlei Hinsicht ebenbürtig ist.

  • Die Skorer

Kanadas fleissigster Punktesammler Nate MacKinnon ist mittlerweile bei 14 Skorerpunkten (6 Tore, 8 Assists) angelangt. Schwedens WM-Neuling William Nylander steht dem mit seinen 7 Toren und 7 Assists aber in nichts nach.

  • Die Goalies

Im Direktvergleich der Torhüter steht der 35-jährige Henrik Lundqvist (New York Rangers) dem 10 Jahre jüngeren Calvin Pickard (Colorado Avalanche) gegenüber. Bislang haben sowohl der schwedische Routinier (93,02% Fangquote) als auch der aufstrebende Kanadier (93,38%) überzeugt.

  • Die Effizienz

Durchschnittlich landet rund jeder 10. Schuss im Tor – das gilt sowohl für die Schweden (11,08% Effizienz) als auch für die Kanadier (10,33%).

Kanada und Schweden im Statistik-Check


KanadaSchweden
Topskorer
MacKinnon: 14 Punkte (6/8)
Nylander: 14 Punkte (7/7)
GoaliesPickard: 93,38%
Lundqvist: 93,02%
Skoring-Effizienz10,33%11,08%
Powerplay41,18%20,38%
Boxplay87,10%
92,59%
Zweiminuten-Strafen
3836
  • Das Powerplay

Im Überzahlspiel schwingen jedoch die Kanadier obenaus: Das Team von Jon Cooper weist mit 41,18% eine unglaubliche Erfolgsquote auf. Die Schweden sind durchschnittlich nur in jedem 5. Powerplay erfolgreich (20,83%).

Legende: Video Scheifeles herrlicher Powerplay-Treffer im Halbfinal abspielen. Laufzeit 00:23 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 20.05.2017.
  • Das Boxplay

In Unterzahl haben die Schweden leicht die Nase vorn: Erst 2 Gegentreffer haben die Skandinavier im Boxplay zugelassen. Die 92,59% bedeuten WM-Topwert – dicht gefolgt von den Kanadiern mit 87,10%.

  • Die Strafen

Die Bankstrafen könnten im Hinblick auf die Powerplay- und Boxplay-Statistik also entscheidend werden. Die «Tre Kronor» kassierten im ganzen Turnier 36 Zweiminuten-Strafen, Kanada deren 38 (und eine 5-Minuten-Strafe).

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 20.05.17, 15:05 Uhr

2 Kommentare

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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    Wenn Bankstrafen zum entscheidenden Faktor im Eishockey werden, muss man sich Gedanken zur Schiedsrichterei machen. Einerseits reichen zwei Heads und damit zwei Blickwinkel auf das Geschehen beim heutigen Tempo nicht mehr aus. Andererseits sind die Einschätzungen von mehreren Menschen in Grenzbereichen nicht gleich; zusätzliche Heads lösen das Problem also nicht. So wird das System "Hawk Eye", wie wir es vom Tennis her kennen, vielleicht nicht zur Lösung, aber zur Diskussionsbasis.
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      (Forts.) So kann z.B. ein "Kameraschiedsrichter" ausserhalb des Eisrinks, der die gleichen Aufnahmen wie der TV-Zuschauer sehen kann, die "Eis-Heads" dazu auffordern, einzelne Szenen nochmals am Screen zu beurteilen. - Mir ist bewusst, dass auch das keine fehlerfreie Lösung ist, aber gerade wenn es um Strafen geht, immer noch die bessere als die heutige. Andere Situationen wie das zu frühe Unterbrechen des Spiels können dadurch nicht entschärft werden; Spielszenen lassen sich nicht wiederholen.
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