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WM Nati: Nach den Fehlentscheiden die Unzulänglichkeiten

Nach der 3. Niederlage im 3. WM-Spiel sind die Viertelfinals für die Nati in weite Ferne gerückt. Konnte man sich gegen die USA noch über die Schiedsrichter beklagen, müssen sich die Spieler nach dem Weissrussland-Spiel an der eigenen Nase nehmen.

Legende: Video Eishockey: Die 4 Schweizer Gegentore gegen Weissrussland abspielen. Laufzeit 01:19 Minuten.
Aus sportlive vom 13.05.2014.

Die Niederlagen fielen gleich knapp aus: Gegen die USA unterlagen die Schweizer am Samstag in Minsk mit 2:3, am Montag folgte gegen den Gastgeber ein 3:4. Und doch war die Natur des Scheiterns völlig unterschiedlich.

Zuerst die Unparteiischen...

Gegen die Amerikaner war vieles positiv gewesen. Die Mannschaft von Sean Simpson zeigte die erhoffte Reaktion auf das 0:5-Startdebakel gegen Russland, wurde aber im Schlussdrittel von den Unparteiischen um zwei reguläre Treffer und den gerechten Lohn in Form der ersten WM-Punkte gebracht.

...dann «selber schuld»

Coach Simpson machte nach dem Spiel die Schiedsrichter zu den Sündenböcken. «Ihre Leistung war inakzeptabel», wetterte der Kanadier und man konnte seinen Ärger nachvollziehen. 48 Stunden später analysierte er die Weissrussland-Niederlage so: «Ein paar Fehler im letzten Drittel haben uns das Spiel gekostet. Wir sind selber schuld.»

Kein Gegentreffer zwingend

In der Tat machten die Spielleiter ihren Job im 3. WM-Spiel einwandfrei - ganz im Gegensatz zu den Nati-Akteuren. Beim 0:1 in Überzahl ging die Scheibe an der offensiven blauen Linie verloren. Beim 2:2 machte Kevin Romy eine schlechte Figur. Beim 3:3 verpasste es Mathias Seger in seinem 102. WM-Einsatz, die Scheibe entschlossen aus der Zone zu spedieren. Und beim 3:4 genügte ein (allerdings magistraler) Pass, um die Schweizer Defensive schachmatt zu setzen.

Die Fehler abstellen

Während die Spieler relativ wenig Einfluss auf die Leistungen des Schiedsrichter-Gespanns haben, können sie wenigstens an den eigenen Fehlern arbeiten. Die jüngsten Unzulänglichkeiten in der Defensive müssen sie am Mittwoch gegen Deutschland abstellen, wenn die Viertelfinals doch noch angepeilt werden sollen. Denn eine weitere Niederlage verträgt es nicht. «Jetzt müssen wir Gas geben und die nächsten 4 Spiele gewinnen», sagte Verteidiger Yannick Weber.

9 Kommentare

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  • Kommentar von S.Röthlisberger, Aargau
    Die Spieler aus Übersee und Skandinavien gefallen mir gut. Josi ist meiner Meinung nach schon Heute besser, als Streit es je war. Moser ist ein Fighter, wenn auch etwas hemdsärmlig manchmal. Brunner ist eine Wundertüte... er kann ein Spiel entscheiden - oder lustlos übers eis kurven. Scheint aber nicht gerade der härteste Büezer in den Ecken zu sein. Das Russland-Spiel war eine Katastrophe. Die anderen 2 waren eigentlich ok. Individuelle Fehler können jedem Team die Tour vermasseln.
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  • Kommentar von M.Douglas, Schüpfheim
    Was Genoni in der Nati verloren hat, frage ich mich noch immer. Nach so einer schwachen Saison hat der nichts anderes als Ferien nötig! Aber an einer WM hat der überhaupt nichts zu suchen! Weiter ist Blum auch überschätzt, seine Motivation hat man beim 3:4 gesehen!! Aber auch der Trainer ist für mich ein Rätsel...
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    1. Antwort von Gysler A, VD
      @M.Bouglas: ...da gebe ich Ihnen zu 100% recht, das sagte ich schon vor einigen Jahren, als Genoni und Berra in Davos spielten. Ich verstand damals auch nicht, warum man Berra nach Biel ziehen liess und den schlechteren torhüter behielt!
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  • Kommentar von F.Marti, Matt
    Jetzt ist höchste zeit das ruder rum zu reissen.. Ich meine diese Mannschaft hat ein riesiiges Potential.... Und ich traue ihr durchaus zu die 4 spiele zu gewinnen! Allerdings muss das mit denn indiv. Fehlern aufhören. Und ich würde Seger raus nehmen. 16 WMs sind ein schöner Rekord,aber anscheinend 1 zuviel! Es kann nicht sein das der Captain der schlechteste Spieler auf dem Feld ist!!
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    1. Antwort von Gysler A, VD
      @.Marti: ....da muss ich Ihnen leider Recht geben. Nebst dem Fehler zum 3. Tor der Weissrussen wurde Seger einige Male von den gegnerischen Stürmern stehen gelassen. Die 4 letzten Spiele gewinnen ?? dazu muss man an den Storch glauben. Wenn der Abstieg nicht vermieden werden soll, muss man wenigstens gegen Kasachstan gewinnen, und das ist mit der Einstellung vieler Spieler sehr fraglich.
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