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WM Nati vor schwieriger Mission mit offenem Ausgang

Die Schweizer Nati ist nicht ohne Probleme an die WM nach Weissrussland gereist. Der letztjährige Silber-Gewinner konnte in der Vorbereitung nicht überzeugen und verzeichnete viele Absagen. Trotzdem bleiben die Viertelfinals das Ziel.

Die Schweizer Eishockey-Nati steigt am Freitag gegen Russland zwar mit dem Renommee eines amtierenden Vize-Weltmeister ins WM-Turnier in Minsk. Trotzdem ist das Selbstvertrauen der Equipe von Sean Simpson angeknackst. Die Vorbereitungsspiele gaben wenig Anlass zur Zuversicht - zuletzt blieben die Schweizer gar zweimal ohne Treffer.

«Die Testspiele liefen nicht optimal», sagt auch Roman Josi, der 2013 in Stockholm als wertvollster Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde. «Wir müssen aus den Fehlern lernen und unser Spiel verbessern.» Was der Nashville-Verteidiger anspricht, sind gemäss Simpson hauptsächlich die vielen Unzulänglichkeiten in der eigenen Zone sowie der fehlende Druck vor dem gegnerischen Tor.

9 WM-Neulinge

Simpson hat in Weissrussland bei weitem nicht seine Wunsch-Equipe am Start. In den letzten Wochen hagelte es für den scheidenden Nati-Coach fast täglich Absagen. Zuletzt erklärte mit Simon Bodenmann ein weiterer «Silber-Held» Forfait. Aus der 2013er-Edition sind nur noch 10 Akteure dabei, 9 Spieler bestreiten in Minsk ihre erste A-WM.

Einer der Neulinge ist Kevin Fiala, der in den beiden Testspielen, in denen er eingesetzt wurde, überzeugte. Das Gegenstück zum 17-jährigen Shootingstar ist Team-Oldie Mathias Seger (36). Der ZSC- und Nati-Captain bestreitet seine 16. WM, was international einzigartig ist. Je nachdem, wie sich die NHL-Playoffs entwickeln, könnten aus Nordamerika noch Nino Niederreiter oder Raphael Diaz dazu stossen.

Ziel: Viertelfinal

Trotz den ungünstigen Vorzeichen lautet das Minimalziel der Nati das Erreichen der Viertelfinals (mindestens Platz 4 in der Gruppe). Keine einfache Aufgabe in der Achtergruppe mit Teams wie Russland, Finnland, USA, Lettland, Deutschland oder Gastgeber Weissrussland. Gleich zu Beginn treffen die Schweizer mit den Russen (Freitag) und den Amerikanern (Samstag) auf 2 Hochkaräter.

Wie im Vorjahr könnte ein Coup zum Turnierstart aber einen Stein ins Rollen bringen. Damals folgten dem Auftaktsieg gegen Schweden 8 weitere Erfolge. Das Gleiche trifft auf die Torproduktion zu. «Irgendwann 'fällt wieder einmal eine rein' und dann geht vieles einfacher», sagt Seger.

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