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WM Russland und Finnland spielen um WM-Gold

Nach den Russen ist an der WM in Minsk auch Finnland in den Final eingezogen. Die Nordländer sicherten sich ihre 9. Teilnahme an einem Endspiel mit einem 3:0 gegen Tschechien. Zuvor hatte die «Sbornaja» den Titelverteidiger Schweden trotz 0:1-Rückstand verdient mit 3:1 eliminiert.

Die Final-Affiche Russland gegen Finnland ist ein Novum an Weltmeisterschaften. Im Gruppenspiel lief der Puck für die Russen, die sich mit 4:2 durchsetzen konnten.

Ihr Halbfinal gegen den amtierenden Titelhalter aus Schweden ist für die an dieser WM bisher noch ungeschlagenen Russen denkbar schlecht angelaufen. Nach gerade mal 19 Sekunden zog der Schwede Oscar Möller alleine auf Sergej Bobrowski zu, umkurvte den russischen Goalie und netzte zur 1:0-Führung ein.

Russland findet ins Spiel

Die Mannschaft von Olegs Znaroks zeigte sich nach dem frühen Rückstand wenig geschockt, konnte aber bis zur 12. Minute keinen Profit aus zwei Überzahlsituationen schlagen. In der 14. Minute war es Sergej Plotnikow, der die mehrheitlich russischen Fans in der Halle mit dem Ausgleichstreffer erlöste. Noch vor der 1. Sirene führte Sergej Schirokow für die Russen die Wende herbei.

In der 32. Minute sorgte Anton Below mit dem 3:1 dann für die Entscheidung. Schweden-Keeper Anders Nilsson machte dabei wie bei sämtlichen Gegentreffern keine allzu gute Figur.

Finnland übersteht Druckphase

Die Finnen greifen nach 1995 und 2011 zum 3. Mal nach WM-Gold. Nachdem sie sich bei den vergangenen beiden Turnieren mit dem undankbaren 4. Platz hatten begnügen müssen, verdienten sie sich ihren insgesamt 9. Final-Einzug mit einem 3:0 über Tschechien.

Es war nur logisch, dass Jori Lehtera den Bronze-Gewinner von Sotschi nach 9 Minuten in Führung gebracht hatte. Mit nunmehr 2 Toren und 8 Assists ist er der Topskorer von Finnland. So lenkte er das Spiel im Startdrittel, in dem beide Teams noch nicht auf Hochtouren gelaufen waren, früh in die gewünschten Bahnen.

Im zweiten Abschnitt gerieten die Finnen stärker unter Druck und wurden anfangs fast nur in die eigene Zone gedrängt. Doch der starke Keeper Pekka Rinne wahrte seinen Vorderleuten die Führung. In der 32. Minute konnte diese auf 2:0 erhöht werden - dank Jarkko Immonen, der die Scheibe in Überzahl regelrecht reingewürgt hatte.

Im letzten Drittel brachte der zweifache Weltmeister den Vorsprung über die Zeit. Den Schlusspunkt setzte Lehtera mit dem 3:0 ins verwaiste tschechische Tor.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Eishockey ist zwar nicht Fussball, aber es ist doch zu befürchten, dass im heutigen Final die Politik mitspielen könnte. Zur Erinnerung: Die WM findet in Weissrussland statt, dem einzigen Verbündeten Russlands in Europa, und der Finalgegner gehört der EU an, also MÜSSEN die Russen gewinnen. Dass dies gerichtet werden kann, haben die Schiris im Spiel der Schweiz gegen die USA gezeigt. Von mir aus können die Russen gewinnen, aber bitte sportlich sauber. Damit könnten wir Finnen gut leben.
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  • Kommentar von Timo Gehlhaar, Aesch
    Super und Hopp Suomi.
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  • Kommentar von Hockeyfan, Winterthur
    Pekka Rinne spielt ein fantastisches Turnier. Man kann sagen, dass wenn ein Torhüter gut spielt in der entscheidenden Phase, dann macht er 50% der Mannschaftsleistung aus (wie damals Roy, Brodeur oder Hasek). Rinne machte in diesem Turnier sicherlich mehr als 50% aus.
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