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WM Schweiz auch von Tschechien nicht zu stoppen

Die Schweizer Eishockey-Nati hat auch das 3. Spiel bei der WM in Stockholm gewonnen. Nach den Siegen gegen Schweden und Kanada setzte sich das Team von Sean Simpson mit 5:2 gegen Tschechien durch und übernahm die Tabellenführung in der Gruppe S.

Wie bereits gegen Schweden und Kanada war der Sieg der Schweizer gegen Tschechien absolut verdient. Wie gross das Selbstvertrauen im Team von Sean Simpson nach den beiden Erfolgen gegen die Eishockey-Grossmächte ist, bewies die Nati gegen den zwölffachen Weltmeister (davon 6 Mal als Tschechoslowakei) vor allem im letzten Drittel. Von einer schwachen Phase im Mittelabschnitt liess sie sich nicht verunsichern und hielt an ihrer Taktik fest.

Starke Reaktion im Schlussdrittel

Und die Schweizer wurden für die grosse Disziplin belohnt. Simon Moser mit dem Treffer zum 3:2 (46.) aus dem Gewühl und Simon Bodenmann nach einer herrlichen Kombination (54.) brachten ihr Team auf die Siegesstrasse. Als die Tschechen mit allen Mitteln das Anschlusstor suchten, machte Reto Suri in der 60. Minute mit einem Treffer ins leere Tor alles klar.

Tschechen nutzen schwache Phase

Dabei schienen die Tschechen nach 40 Minuten das Momentum auf ihre Seite gebogen zu haben. Innerhalb von 6 Minuten verspielten die Schweizer eine 2:0-Führung. Zweimal war es Jiri Hudler (34./40.), der kleine Unzulänglichkeiten auf Seiten der Schweiz ausnutzen und für Tschechien ausgleichen konnte. Die Partie drohte zu kippen.

Berra mit starker Leistung

Zuvor hatte das Team von Sean Simpson das Geschehen während über 30 Minuten gut im Griff. Dank grosser taktischer Disziplin liessen die Schweizer kaum grosse Chancen zu. Und tauchten die Tschechen dann doch einmal gefährlich vor dem Gehäuse auf, zeigte sich Reto Berra bestechend sicher. Der 26-Jährige erhielt gegen Tschechien den Vorzug vor Martin Gerber und überzeugte mit 37 Paraden.

Niederreiter mit 3. Treffer

So stark die Schweizer in der Defensive auftraten, so effizient zeigten sie sich vor dem gegnerischen Tor.  Mit dem 1. Überzahltreffer im laufenden Turnier brachte Andres Ambühl sein Team nach einem schnellen Angriff auf Zuspiel von Ryan Gardner in Führung. In der 27. Minute bewies dann Nino Niederreiter seine Qualitäten. Wie bereits gegen Kanada suchte der Bündner ohne Scheibe den direkten Weg zum Tor und verwertete einen Abpraller zum zwischenzeitlichen 2:0. Für Niederreiter war es bereits der 3. WM-Treffer.

Komfortable Ausgangslage

Dank dem 3. Sieg im 3. Spiel führt die Nati die Tabelle der Gruppe S mit 8 Punkten vor Norwegen an. Nächster Gegner ist am kommenden Mittwoch Aufsteiger Slowenien.

Legende: Video «Interview mit Sean Simpson» abspielen. Laufzeit 1:11 Minuten.
Vom 06.05.2013.

16 Kommentare

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  • Kommentar von Manish Gupta, Gümligen
    Vor einem Jahr hat man über Sean Simpson nur gemekert und seine Arbeit in Frage gestellt (WM). Jetzt ist seine Arbeit plötzlich super und alles ist gut....so schnell sich das Blatt wenden kann!!! Gratuliere Sean Simpson zu seiner Arbeit - habe schon immer gewusst,dass er der richtige Trainer für die Nati ist - auch wenn er letztes Jahr die schlechteste WM war! Man muss halt auch in schlechten Zeiten am richtigen Trainer glauben!!
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  • Kommentar von ZSC, Zürich
    Super Leistung!! Ich hoffe nur, dass die typische Schweizer "Krankheit", nämlich gegen die schlechten Gegner nicht die volle Leistung zu bringen und zu verlieren, nicht einsetzt.
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    1. Antwort von S. S., Schweiz
      Die Schweizer haben bisher unbeschreiblich gut gespielt. Ich bin ein Fan der Schweizer Hockey-Nati, aber würde mich irgendwie nicht verwundern, wenn dann im Viertelfinale Endstation wäre. Falls sie als Gruppenerster weiterkommen, dann ist die Chance auf eine Halbfinalquali und damit ein Medaillengewinn durchaus intakt. Aber Übermut kommt immer vor dem Fall und das meine ich keineswegs böse...
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  • Kommentar von helga öden, am Zürisee
    Aber ich glaube da war doch beim 2. Tor ein Offside?? Stand da der Schweizer nicht direkt neben dem Ausländer? Das müsste doch ein Offside oder eine Strafe geben?
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    1. Antwort von Roland Bracher, Lyssach
      Alles völlig korrekt
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