Schweiz besiegt auch Kanada

Die Schweiz hat an der WM in Stockholm auch im zweiten Spiel eine fantastische Leistung gezeigt. Die Mannschaft von Sean Simpson besiegte Kanada mit 3:2 nach Penaltys und liegt damit in der Gruppe S auf dem hervorragenden 2. Zwischenrang.

Nach den Spielen gegen Schweden (3:2) und Kanada, die beiden vermeintlichen Gruppenfavoriten, steht die Schweiz ausserordentlich gut da: Mit 5 Zählern belegt die Mannschaft von Sean Simpson den 2. Platz in der Gruppe S - ein Punkt hinter Norwegen. Bereits am Montag um 16.15 Uhr geht es mit dem Spiel gegen den sechsfachen Weltmeister Tschechien weiter.

Im Penaltyschiessen avancierte Reto Suri zum Matchwinner: Der Stürmer des EV Zug traf zweimal und sicherte der Schweiz damit den Zusatzpunkt. Der einzige von 8 Kanadiern, der den Schweizer Keeper Martin Gerber überwinden konnte, war Colorado-Stürmer Matt Duchene.

Niederreiter drückt Puck ins Tor

Nino Niederreiter hatte die Schweiz in der 54. Minute mit einem «dreckigen» Tor in die Verlängerung gerettet: Der in Nordamerika engagierte Stürmer drückte den Puck bei einer unübersichtlichen Situation vor Kanada-Keeper Mike Smith (Phoenix) mit dem Schlittschuh über die Linie.

Das 2:2 war der verdiente Lohn für eine engagierte Leistung der Schweizer, die sich während der gesamten Spieldauer absolut auf Augenhöhe mit dem Olympiasieger bewegt hatten. Das Schussverhältnis von 29:21 zugunsten der Schweiz untermauerte das Spielgeschehen eindrücklich. Selbst in der Verlängerung waren die Schweizer das bedeutend aktivere Team.

Torpremiere für Hollenstein

Die Schweiz war im 1. Drittel durch Denis Hollenstein gar in Führung gegangen: Der Klotener markierte nach 13 Minuten seinen 1. WM-Treffer mit einem trockenen Schuss aus zentraler Position. In der Folge konzentrierten sich die Schweizer vor allem auf die Defensive, wobei sie sich erneut auf einen hervorragenden Torhüter verlassen konnten.

Unnötige Gegentore

Zwei unglückliche Aktionen brachten dann doch die zwischenzeitliche Wende zugunsten der Kanadier: Beim 1:1 durch Andrew Ladd profitierte der Winnipeg-Stürmer von einem Schuss, der von der Bande zurückprallte. Und das 2:1 von Matt Read (Philadelphia) fiel aus äusserst spitzem Winkel, nachdem sich zwei Schweizer im Verteidigungsspiel hinter das eigene Tor begeben hatten.

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Interview mit Sean Simpson

1:43 min, vom 5.5.2013