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WM Viertelfinal verpasst: Schweiz unterliegt Tschechien

Im entscheidenden letzten WM-Gruppenspiel haben die Schweizer eine beherzte aber fehlerhafte Vorstellung gezeigt. Die 4:5-Niederlage besiegelte das Out für die Mannschaft von Patrick Fischer.

Fehlender Wille war den Schweizern nicht anzukreiden. Auch in fast aussichtsloser Lage steckte die Nationalmannschaft nie auf. Nachdem Noah Schneeberger und Sven Adrighetto in den letzten Minuten aus einem 2:5 noch ein 4:5 machten, kam noch einmal etwas Spannung auf.

Letztlich waren aber die vielen Gegentore eine zu grosse Hypothek für die Schweiz, die nur mit einem Sieg nach regulärer Spielzeit noch in die Viertelfinals vorgestossen wäre.

  • Die mangelnde Effizienz war im ersten Drittel für einmal nicht das Problem der Schweizer: 1 Tor durch Denis Hollenstein bei nur 3 Schüssen. Gegner Tschechien brauchte dazu 13 Versuche.
  • Dafür bezahlten die Schweizer ihre Fouls teuer: Während der 2-Minuten-Strafe gegen Félicien Du Bois traf Michal Birner zum 1:1. Das 2:1 für Tschechien fiel per Penalty nach Raphael Diaz‘ Intervention.
  • Zu viel Risiko im letzten Drittel: In den letzten 20 Minuten dominierten die Schweizer den Gegner, kassierten aber nach diversen Fehlern noch einmal 3 Gegentore. Da half auch die späte Aufholjagd nicht mehr.
  • Sinnbildlich für den unglücklichen Auftritt war das 5:2 der Tschechen. In Überzahl spielend verliess Reto Berra das Eis zugunsten eines 6. Schweizer Feldspielers. Trotzdem konnte Michal Jordan den Puck behändigen und ins verlassene Tor befördern.

Schweiz in Gruppe A auf Rang 5

So beendet die Schweiz die WM in Russland mit 8 Punkten aus 7 Spielen auf dem 5. Rang in der Gruppe A hinter Tschechien, Russland, Schweden und Dänemark. Das neue Trainer-Trio bestehend aus Patrick Fischer, Felix Hollenstein und Reto von Arx hat damit sein selber formuliertes Ziel verpasst.

Das Fazit von SRF-Experte Christian Weber.
Legende: «What's up Chrigel» Das Fazit von SRF-Experte Christian Weber. SRF

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 17.05.2016

56 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Steiner, Dübendorf
    Der Schweiz fehlte ein Captain wie Seger es wahr. Damit meine ich nicht seine spielerischen Qualitäten. Seger hätte schon nach dem ersten Spiel einen roten Kopf verzeichnet!
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  • Kommentar von Gysler A, VD
    Alles blabla von Trainern,Spielern und Verbandheinis ist sinnlos und bringt die Nati nicht weiter. GRUNDLEGENDE AENDERUNGEN MÜSSEN HER: 1) Abschaffen v.Deutschlandcup,Arosa-Challenge & Slowakei-Cup. Das sind Meisterschaftsunterbrüche für die Katze (die Spieler haben sowieso 50% ihres Kopfes bei den Clubs und desh. höchstens 50% Nati-Einsatz). 2) Verkürzen der Vorrunde auf 44 Spiele. Die ausgelassenen Lücken bringen so am Ende der Playoffs längere Vorbereitungszeit für Einspielen der Mannschaft
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  • Kommentar von Martin Lopez, Zürich
    Alle die jetzt alles schlecht reden. Es gab viele Bereiche in welcher die Schweiz nicht brillierte. Daran muss man arbeiten. Daran wird man arbeiten. Ich denke hier an die Abschlussschwäche, Box-Play, das Nehmen von unnötigen Strafen... Die Nati ist ein Projekte deren Entwicklung am Anfang steht. Die Ansätze welche ich gesehen habe, haben mir über alles gesehen sehr gefallen. Es geht absolut in die richtige Richtung. Es sind Exploits möglich, allerdings auch mal ein frühes Ausscheiden. So what!
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