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«Drei Familienmitglieder in einem Nationalteam ist schon ungewöhnlich» (frz.)
Aus Sport-Clip vom 22.05.2022.
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Vor Schweiz-Frankreich an WM Familie Bozon will der Schweizer Nati ein Bein stellen

Der Vater Coach, die Söhne Stürmer – nie war Familie Bozon stärker in Frankreichs Nationalteam vertreten.

Sie kennen das Schweizer Eishockey wie ihre eigene Westentasche: Frankreichs Nationalcoach Philippe Bozon und seine Söhne Tim und Kevin haben einen erheblichen Teil ihres Hockey-Lebens auf Schweizer Eis verbracht.

Der 55-jährige Philippe spielte zwischen 1995 und 2006 für vier Schweizer Klubs und startete seine Trainerkarriere bei Servette. Der 28-jährige Tim und der 26-jährige Kevin wurden in den Genfer Junioren-Abteilungen gross, Tim spielte in der abgelaufenen Saison für Lausanne, Kevin für den Swiss-League-Klub Winterthur (und steigt nächste Saison bei Ajoie eine Liga höher auf).

Ex-Trainer Patrick Fischer

«Ich kenne fast die ganze Schweizer Equipe, einige Spieler wie Denis Malgin sind Freunde», sagt Tim Bozon, der erstmals in einem Ernstkampf auf die Nati trifft. «Und ‹Fischi› war mein Trainer in Lugano. Die Schweiz hat eine starke Equipe. Umso motivierender ist es für uns zu versuchen, sie zu schlagen.»

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«Die Schweiz spielt in unserer Familie eine grosse Rolle» (frz.)
Aus Sport-Clip vom 22.05.2022.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 10 Sekunden.

«Mit ihren NHL-Spielern ist die Schweiz sehr stark», sekundiert Bruder und WM-Neuling Kevin. «Wir werden den Puck wohl nicht häufig haben, aber wir versuchen, das Spiel so lange wie möglich offen zu halten.»

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Verfolgen Sie das WM-Spiel Schweiz-Frankreich ab 19:20 Uhr auf SRF zwei oder hier im Livestream.

«Ein Trainer wie jeder andere»

Aber wie ist es überhaupt, unter dem eigenen Vater zu spielen? «Ich behandle ihn, wie wenn er ein anderer Trainer wäre. Umgekehrt gilt dasselbe», sagt Kevin. Zudem seien es oft die Assistenzcoaches, die ihm Anweisungen gäben.

Übertrieben eng sei der familiäre Kontakt während der WM nicht, meint Trainer Philippe. «Ich habe viele Aufgaben neben dem Eis – Spiele, Videos und Meetings vorbereiten, Gegner beobachten. Das lässt wenig Zeit.» Aber wenn er die Trainer-Brille ablege und jene des Vaters aufsetze, gelte: «Ich bin stolz, dass sie in dieser Equipe stehen und die WM miterleben können.»

Eine echte Hockey-Familie

Es sei auf jeden Fall ungewöhnlich, einen Vater und zwei Söhne in einem Team zu haben, sagt Tim. «Aber wir sind eben eine Hockey-Familie. Schon in jungen Jahren war uns bewusst, dass wir vielleicht eines Tages gemeinsam im französischen Nationalteam spielen. Dass wir heute hier sind, ist also keine totale Überraschung.»

SRF zwei, sportlive, 21.5.22, 15:00 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Frédéric-Marc Fluehmann  (Frédéric-Marc Fluehmann)
    Die Franzosen mit einem Ausbildungssystem wie in der Schweiz, wären in 10 bis 15 Jahren TOP. Aber Frankreich ist keine Eishockey-Nation und das entscheiden grundsätzlich die Fans. Die Franzosen lieben deren Rugby und deren Fussball. Dann kommen im Paket das Fechten, das Boxen, der Handball und die Kampfsportarten. Apropos, im Handball sind die Franzosen Weltklasse. Und sie kamen aus dem Nichts an die Weltspitze! Gut das Bozon davon nichts weiss. lol
  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Scheichen wie Eichen triffts wohl nicht schlecht. So oder so, das wird sehr schwierig gegen die Schweiz in dieser Form.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Die Franzosen sind eine Stimmungsmannschaft und wenn es ihnen einmal läuft können sie sehr gefährlich sein!
    Aber die Nati wird sie sicher nicht unterschätzen!