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Fischer: «Entscheidend, wie wir auftreten – nicht der Gegner»
Aus Sport-Clip vom 25.05.2022.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 41 Sekunden.
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WM-Viertelfinal am Donnerstag Diesmal ist die Schweiz gegen die USA Favorit

Die Schweiz trifft am Donnerstag im WM-Viertelfinal auf die USA und hat nach der überragenden Gruppenphase Blut geleckt.

Die Zeiten, in denen sich die Schweiz gegen die USA höchstens Aussenseiterchancen zugestand, gehören längst der Vergangenheit an. Nach dem Gruppensieg geht das Team von Patrick Fischer die Viertelfinal-Aufgabe voller Selbstvertrauen an – und mit dem klaren Anspruch, dass die Nummer 4 der aktuellen IIHF-Weltrangliste nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zu weiteren Erfolgen sein soll.

Die Schweizer haben die letzten beiden Duelle an Weltmeisterschaften 2014 (in der Gruppenphase) und 2015 (im Viertelfinal) zwar verloren. Doch das junge US-Team gilt trotz 5 WM-Bronzemedaillen in den letzten 10 Jahren nicht unbedingt als erstgenannter Aspirant auf den Titel in Finnland. Dazu kommt, dass der Verlauf des aktuellen Turniers eher den Vergleich mit 2013 nahelegt, als die Schweiz in Stockholm 9 Siege aneinanderreihte und mit einem eindrucksvollen 3:0 gegen die USA in den Final stürmte.

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Die WM-Duelle gegen die USA im Überblick
Aus Sport-Clip vom 26.05.2022.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 35 Sekunden.

Gegnerischer Coach voll des Lobes

Dass sich die Vorzeichen verändert haben, zeigt sich auch in den Interviews vor der Partie. «Die Schweiz spielt an dieser WM wahrscheinlich das beste Eishockey von allen Teams. Das wird eine riesige Aufgabe für uns», stimmte der amerikanische Trainer David Quinn ein Loblied an. Schnörkelloses, temporeiches Eishockey, eine gut gecoachte Mannschaft und starke Goalies hat Quinn als Stärken ausgemacht. «Man sieht, warum sie die Gruppe gewonnen haben.»

Captain Seth Jones nimmt seine Mitspieler in die Pflicht. «Wir müssen von Anfang an bereit sein und physisch dagegenhalten. Es wird ein hartes Spiel.»

Fischer: Respekt vor den USA, aber keine Angst

Patrick Fischer hütet sich auf der anderen Seite, die Amerikaner kleiner zu reden, als sie sind. Die Mannschaft, die im Schnitt noch zwei Jahre jünger ist als die Schweiz, habe zwar «noch nicht viel Erfahrung in solchen Situationen». Doch die Jugendlichkeit könne auch zum Trumpf werden. «Die Amerikaner sind bereit, wenn es zählt», weiss Fischer.

Beim eigenen Team hat der Coach trotz der praktisch makellosen Vorrunde noch Steigerungspotenzial ausgemacht. Ruhig zu bleiben, die Emotionen im Griff zu behalten und diszipliniert aufzutreten, lautet die Losung. «Bis jetzt hatte noch jede Mannschaft Mühe mit unserem Speed. Ich bin sicher, dass das auch bei den Amerikanern der Fall sein wird.»

Kurashev und das Wiedersehen mit Bordeleau

Für Philipp Kurashev wird der Viertelfinal gleich in doppelter Hinsicht besonders. Er trifft nicht nur auf Jones, der in der Garderobe der Chicago Blackhawks neben ihm sitzt. Thomas Bordeleau, Sohn von Sébastien Bordeleau, der jahrelang in der Schweiz aktiv war, kennt er seit Kindesbeinen an. «Sein Vater spielte damals noch in Bern, mein Vater war Trainer. Wir haben jeweils zusammen trainiert», erinnert sich Kurashev.

Auch Bordeleau, mit 20 Jahren einer der jungen Wilden im US-Team, hat nur gute Erinnerungen an diese Zeit und allgemein an seine Kindheit in der Schweiz. Auch wenn seine Deutschkenntnisse fast verschwunden sind, ist der Kontakt zu Kurashev nicht abgebrochen. «Ich habe seine Karriere natürlich verfolgt. Es wird ganz sicher ein spezielles Spiel für mich.»

Schweiz – USA live auf SRF

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Sie können den Viertelfinal zwischen der Schweiz und den USA am Donnerstag ab 19 Uhr live auf SRF zwei und im Stream in der Sport App mitverfolgen. Die Partie beginnt um 19:20 Uhr.

SRF zwei, sportlive, 24.05.22, 11:00 Uhr;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Armin Meile  (MrMele)
    Ich freue mich auf die Reifeprüfung für das CH-Team heute. Es ist eine Auszeichnung, in ein Spiel gegen die USA als (leichter) Favorit einsteigen zu können. Gleichzeitig ist klar, dass sich das junge US-Team bisher (bis auf die Partie gegen Schweden) eher unter Wert verkauft hat und viel Potenzial hat. Trotzdem hat es die Schweiz in den eigenen Händen und wird die Hürde nehmen, wenn sie mental auf der Höhe ist, ihr temporeiches Spiel durchzieht und diszipliniert bleibt. HOPP SCHWIIZ!
  • Kommentar von Dennis Gutknecht  (Federer_IST_Gott)
    Man stelle sich das vor:

    Die kleine Schweiz, mit ~7.8 Mio Einwohnern, gegen das RIESIGE Amerika mit ~320-325 Mio Einwohnern, die Schweiz ein Mäuschenland, die USA nur schon mit einer Ost/West-Ausdehnung von weit über 2‘000 km, die ‚Amis‘ mit der pompösesten Eishockey-Liga der Welt, ….
    Und hey, der kleinen Schweiz werden auf dem Papier einfach mal die BESSEREN Chancen eingeräumt???

    Also jetzt mal im Ernst… Wir können echt verdammt happy auf unser Eishockey sein! Das darf stolz machen!
    1. Antwort von Kilian Wernli  (Herzblatt)
      Warum?
    2. Antwort von Erich Singer  (Mairegen)
      Ja die Medien räumen den Schweizern die Favoritenrolle ein. Es beginnt bei null und da reicht nur ein Weiterkommen. Euphorie ist ja in Ordnung aber es sollte auch eine gewisse Skepsis Platz haben; ein Spiel verlieren und der Traum ist vorbei! Hopp Schweiz!!
  • Kommentar von Beat Leumann  (Sno12opy)
    Diese Hürde kann unsere Nati schaffen, sie sollten dieses mal aber schon im Startdrittel den Turbo zünden, den die Amerikaner sind wie die Deutschen, sind sie einmal in Führung wird der Match zur Knochenarbeit. Diese Kerle wachsen in ihrem Spiel wenn sie Erfolg haben. Ich wünsche unserer Nati viel Glück dazu und hoffe sie im Halbfinal wieder zu sehen.