Formaler Fehler: AC Bellinzona gewinnt Zeit

Die AC Bellinzona hat im Kampf gegen die Insolvenz etwas Zeit gewonnen. Das Konkursgericht gab einer Beschwerde des Tessiner Challenge-League-Klubs statt, der gegen einen formalen Fehler im Urteil rekurriert hatte.

Bellinzona

Bildlegende: Das Bangen geht weiter: Bellinzona-Spieler Antonio Marchesano. Keystone

Der überraschende Entscheid kam wegen fehlender Unterlagen zustande. In der Geschäftsbilanz der AC Bellinzona sind die Ablösesummen der Spieler nicht aufgelistet. Weil diese Angaben jetzt noch nachgereicht und mitgerechnet werden müssen, verzögert sich das Konkursverfahren weiter.

Dank diesem Einwand wird dem hochverschuldeten Traditionsklub noch mehr Zeit eingeräumt, um die zur Rettung benötigten finanziellen Mittel aufzutreiben. Wie
lange die Frist-Erstreckung reicht, geht aus dem von den Rechtsanwälten des Klubs veröffentlichten Schreibens allerdings nicht hervor.

Fehlende Beweise

Damit geht das Verwirrspiel rund um den Challenge-League-Klub in die nächste Runde. Vor drei Wochen hatte die Rekurskammer das gleiche Begehren noch zurückgewiesen mit der Begründung, in den eingereichten Dokumenten sei nicht zu erkennen, wie der Klub gerettet werden kann.

ACB-Präsident Garbriele Giulini hatte schon länger versprochen, dass er einen Ausweg aus der Misere finden würde. Die Beweise, neue Geldgeber gefunden zu haben, konnte er allerdings noch nicht erbringen.

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Mehr Zeit für die ACB

0:18 min, vom 15.5.2013

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