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Challenge League Kamber nach dem Biel-Fiasko: «Die Dummen sind wir Spieler»

Janick Kamber trägt seit 3 Saisons im Mittelfeld des FC Biel die Nummer 19. Nach dem Ausschluss des Klubs von der Meisterschaft steht er vor dem Nichts. «Wir kämpfen alle um unsere Existenz», klagt der 24-Jährige.

Janick Kamber im Biel-Dress.
Legende: Kaltgestellt Biel-Spieler Janick Kamber schmerzt die Situation. EQ Images

Im Alter von erst 24 Jahren hat Janick Kamber im Fussball sämtliche Höhen und Tiefen erlebt. Er ist 2009 in Nigeria zusammen mit der Schweizer Juniorenauswahl U17-Weltmeister geworden. Am Mittwoch verlor er mit der Meldung, dass der marode Challenge-League-Vertreter FC Biel von der Meisterschaft ausgeschlossen werde, seinen ganzen Halt.

So sehr der Entscheid den 24-Jährigen aufwühlt, so sehr kann er ihn verstehen. Trotzdem gibt er zu bedenken: «Es ist so vieles falsch gelaufen. Aber uns Spieler hat die Liga mit diesem Entscheid kaltgestellt. Es gab Punktabzüge, nun den Lizenzentzug, aber nie etwas zum Schutz der Spieler. Da fragt man sich natürlich, ob es nicht eine andere Lösung hätte geben können.»

Wir haben gelitten. Doch wir haben weitergemacht und gehofft.
Autor: Janick Kamber

Dass die Seeländer nun 6 Runden vor Schluss nicht mehr in den sportlichen Wettbewerb eingreifen dürfen, empfindet er als Nackenschlag. «Denn was uns als Mannschaft am Leben hielt, waren die Spiele.» Auf dem Rasen hatten die Fussballer die Möglichkeit, sich weiterzuemfpehlen, um einen neuen Vetrag zu kämpfen. Stattdessen würden sie nun alle vor dem Nichts stehen.

Kamber fasst zusammen: «Die Dummen sind wir Spieler. Wir haben 3 Monate keinen Lohn erhalten, das war für alle schwierig, wir haben gelitten. Doch wir haben weitergemacht und gehofft. Nun kämpfen wir um die Existenz. Keiner weiss, wie es weitergeht.»

Sendebezug: Radio SRF 3, Nachmittagsbulletin, 27.04.2016 16:00 Uhr

5 Kommentare

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  • Kommentar von R.Maier-G., Zürich
    Hey Kamber, Du arbeitest in der Unterhaltungsbranche! Da jammert auch keiner, wenn er, völlig überrissen, Millionen verdient! Angebot und Nachfrage, so einfach ist das! Und sonst versucht es doch mal mit wertschöpfender Arbeit, macht auch spass und Druck gibt es dort ebenfalls!
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  • Kommentar von F. Fehr, Kreuzlingen
    Vor ein paar Tagen sah ich eben diesen Janick Kamber der zu Protokoll gab, er sei sich nicht sicher, ob die Mannschaft überhaupt 11 Leute motivieren könne für das kommende Spiel. Man sprach von einem Protest gegenüber der Clubleitung und wollte nicht spielen..... Und nun jammert er, dass er nicht spielen darf. Schade für die Spieler, die können nicht viel dafür. Aber dieser Herr Kamber sollte sich medientechnisch etwas zurückhalten.
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  • Kommentar von Hans Aerni, 9000
    schon klar haben die spieler nichts, doch auch wenn ein "normaler" arbeitgeber konkurs geht, haben die arbeiter nichts. die fussballer sollten nicht auch noch hier bevorzugt werden...
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    1. Antwort von Matthias Schönenberger, Binnigen
      Diese Ich-darf-nicht-deshalb-darfst-du-auch-nicht-Mentalität ist doch völlig falsch. Anstatt dafür zu schauen, dass ja keiner besser behandelt wird als man selber, sollten sie dafür schauen, dass alle Arbeiter schneller eine Entschädigung für nicht gezahlte Löhne bekommen. Ein Arbeiter, der durch einen Konkurs musste, weiss wie schwer das ist und sollte doch nicht so egoistisch sein und anderen das gleiche Leid wünschen. Ausserdem ist die Challenge League nicht die grosse Geldmaschine.
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