Adama Traoré, aber welcher bloss?

Wenn die AS Monaco am Dienstag bei YB im Stade de Suisse gastiert, werden die Augen auch auf Neuzugang Adama Traoré gerichtet sein. Dem 20-Jährigen wird eine grosse Zukunft vorausgesagt. Noch ist das malische Toptalent hierzulande aber vor allem Opfer von Verwechslungen.

Adama Traoré - ein Name, der so manchem Fussballfan durchaus bekannt sein dürfte. Einerseits wäre da das 19-jährige Supertalent vom FC Barcelona, andererseits der 25-jährige Linksverteidiger des FC Basel.

Gemeint sind aber beide nicht, weder der pfeilschnelle Rechtsaussen des spanischen Meisters, noch der Ivorer, der erst vergangenen Winter ans Rheinknie gewechselt hat. Die Rede ist von einem anderen Adama Traoré. Einem, dem eine grosse Zukunft vorausgesagt wird.

Von der U20-WM...

Einen grossen Schritt in diese erfolgreiche Zukunft hat der aus Mali stammende Traoré erst kürzlich gemacht, als er im Juni an der U20-WM in Neuseeland zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde. Mit 4 Toren und 3 Assists hatte der Mittelfeldspieler massgeblichen Anteil am Gewinn der Bronzemedaille seines Landes. Zwei seiner Treffer erzielte er im Spiel um Platz 3, als Mali den Senegal mit 3:1 besiegte.

...zu einem europäischen Top-Klub

Dank seinen Glanzauftritten ist Traoré nicht nur in die Fussstapfen von Stars wie Lionel Messi oder Sergio Agüero getreten, die in ihren Anfängen ebenfalls als beste Spieler einer U20-WM ausgezeichnet wurden. Das mit viel Übersicht ausgestattete Jungtalent empfahl sich auch für höhere Aufgaben. Nach nur einer Saison beim OSC Lille unterschrieb der Malier vor zwei Wochen bei der AS Monaco einen Vertrag bis 2020.

Traoré trifft auf Traorés

Mit dem Wechsel zu den Monegassen hat Traoré einen weiteren wichtigen Schritt gemacht, gilt der Ligue-1-Klub doch als grosse Talentschmiede. Läuft alles nach Plan, könnte der 20-Jährige bald schon um den Meistertitel oder gar in der Champions League spielen.

Was seinen Namen betrifft, wird es für alle Beteiligten aber nur bedingt einfacher. Bei der AS Monaco stehen zwei weitere Spieler mit dem Namen Traoré unter Vertrag. Immerhin hören diese nicht auf den Vornamen Adama, sondern heissen Alain und Lacina.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin 17.7.2015, 18:45 Uhr

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YB vor der CL-Quali gegen Monaco

3:05 min, aus sportaktuell vom 27.7.2015