Ancelotti will vergessen, kann aber nicht

Mit einem 5:1-Polster fährt Bayern zu Arsenal zum CL-Achtelfinal-Rückspiel. Da kann nichts mehr schief gehen – eigentlich.

Carlo Ancelotti

Bildlegende: Die Schützlinge im Blick Carlo Ancelotti. Imago

Der FC Arsenal steht am Dienstag im heimischen Emirates-Stadion mit dem Rücken zur Wand. Ein Viertore-Rückstand aus dem Hinspiel hat seit Bestehen der Champions League noch kein Team aufholen können.

Vor 13 Jahren gelang es Deportivo La Corunã dank eines 4:0 im Rückspiel gegen die AC Milan, die CL-Halbfinals noch zu erreichen, obschon die Spanier den 1. Vergleich mit 1:4 verloren hatten. Der Milan-Trainer damals hiess Carlo Ancelotti, seines Zeichens heute Bayern-Coach.

«  Ich möchte es vergessen, doch es gelingt mir nicht. Aber das ist das Schöne am Fussball: Man kann nie wissen.  »

Carlo Ancelotti
über das 0:4 mit Milan vor 13 Jahren

Dieses 0:4 in La Corunã geistert noch heute im Kopf des Italieners herum. Er habe versucht, diesen Abend zu vergessen – ohne Erfolg, wie der 67-Jährige verrät.

Die Gefahr, in London ein Déjà-vu in Form eines 0:4 zu erleben, ist doch eher klein. Aufgrund der Auswärtstorregel wäre man aber mit diesem Resultat ausgeschieden.

Real macht es Partizan nach

Arsenals kleines Fünkchen Hoffnung auf ein Weiterkommen wird vom Uefa-Cup genährt. Dort ist es nämlich 3 Equipen gelungen, ein Viertore-Defizit zu tilgen. 1986 gewann Real Madrid das Rückspiel gegen Borussia Mönchengladbach mit 4:0, nachdem das Hinspiel 1:5 geendet hatte.

Ein Jahr zuvor hatte Partizan Belgrad mit einem 4:0-Heimsieg gegen die Queens Park Rangers eine 2:6-Niederlage vergessen gemacht.

La Chaux-de-Fonds' Untergang

Und auch eine Schweizer Komponente gibt es: Vor 55 Jahren schickte La Chaux-de-Fonds in der 2. Runde des Uefa-Cups den Leixões SC mit einer 6:2-Packung nach Hause – nur um dann im Rückspiel im portugiesischen Hafenort mit 0:5 unterzugehen.

Sendebezug: Radio SRF 4 News, Morgenbulletin, 7.3.2017, 6:00 Uhr