Debütant Malaga schaltet Porto aus

Der FC Malaga hat trotz der 0:1-Niederlage im Hinspiel gegen Porto die Viertelfinals der Champions League erreicht. Die Spanier besiegten die Portugiesen im Rückspiel des «iberischen Duells» zuhause mit 2:0.

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Malaga - Porto («sportlive»)

6:45 min, vom 13.3.2013

13 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit schraubte sich der erst knapp 5 Minuten zuvor eingewechselte Roque Santa Cruz hoch und köpfte zum vielumjubelten 2:0 für Malaga ein. Somit war die 1:0-Hypothek aus dem Hinspiel beim FC Porto entscheidend wettgemacht und der portugiesische Champions League-Sieger von 2004 aus der «Königsklasse» ausgeschieden.

Isco trifft nach Schiedsrichter-Irrtum

Zuvor hatte kurz vor dem Halbzeitpfiff der «Golden Boy» - dieser Titel wurde Isco kürzlich als bester U-21-Profi Europas verliehen - seinen Auftritt: Der Distanzschuss des 20-Jährigen wurde noch ganz leicht, aber entscheidend abgelenkt, sodass er den Weg genau in den Torwinkel fand.

Noch vor diesem Treffer war die vermeintliche Führung Malagas durch Javier Saviola Tatsache gewesen, doch der italienische Schiedsrichter Giuliano Razzoli hatte etwas dagegen: Er wertete einen Zusammenprall von Sergio Baptista und Porto-Hüter Helton fälschlicherweise als Foul des Malaga-Stürmers. Der Umstand, dass Baptista von Porto-Defensivmann Danilo gar in Helton gestossen wurde, liess die Spanier umso heftiger protestieren.

Porto ohne nennenswerte Torchancen

Porto, das nach 22 Spieltagen in der heimischen Liga noch immer ungeschlagen ist, enttäuschte vor allem in der 1. Halbzeit auf der ganzen Linie. Es war vielmehr Malaga, dass zur ersten und neben dem Führungstreffer auch einzigen Topchance der ersten 45 Minuten kam: Vitorino Antones, der portugiesische Aussenverteidiger in den Reihen der Spanier, zwang nach einer guten halben Stunden Porto-Hüter Helton zu einer Glanzparade.

Der 2. Durchgang begann dann auch denkbar schlecht für Porto: Der bereits verwarnte Belgier Steven Defour leistete sich ein dummes Foul im Mittelfeld und flog folgerichtig mit Gelb-Rot vom Platz. Daraufhin kontrollierte Malaga das Spiel in Überzahl, presste Porto jedoch nicht mehr so in die eigene Hälfte wie noch vor dem Führungstreffer. Die Portugiesen ihrerseits blieben weiter äusserst harmlos und kamen über die gesamte Spieldauer zu keiner wirklich nennenswerten Torchance.

Diese Passivität von Porto wurde schliesslich von Roque Santa Cruz bestraft. Damit hat sich Malaga in der ersten Champions-League-Kampagne seiner Geschichte für die Viertelfinals qualifiziert. Diese werden am Freitag ausgelost.