Dortmund in extremis im CL-Achtelfinal

Borussia Dortmund hat sich durch einen Last-Minute-Sieg bei Olympique Marseille das Ticket für den Achtelfinal geholt. Der späte 2:1-Siegtreffer durch Kevin Grosskreutz bewahrte den letztjährigen CL-Finalisten vor dem Aus in der Gruppenphase. Auch Arsenal, Milan und Zenit sind weiter.

In der 73. Minute tobten die Zuschauer im Sao Paolo in Neapel: Gonzalo Higuain traf zum 1:0 gegen Arsenal, Dortmund kam zu diesem Zeitpunkt trotz einem markanten Chancenplus nicht über ein 1:1 bei Schlusslicht Marseille hinaus. In der 87. Minute erlöste dann aber Kevin Grosskreutz die Dortmunder mit seinem 2:1-Siegtreffer. Napolis 2:0 durch José Maria Callejon in der Nachspielzeit blieb Makulatur. Mit einem Tor mehr hätte allerdings Napoli den Einzug in die K.o.-Phase geschafft, die Londoner wären auf Rang 3 zurückgefallen.

Die Napoli-Söldner Blerim Dzemaili, Valon Behrami (spielten gegen Arsenal durch) und Gökhan Inler (Ersatz) müssen damit mit der Europa League vorliebnehmen. Erstmals in der Geschichte der Champions League reichten 12 Punkte nicht zum Weiterkommen aus.

Dortmund konnte mit dem Auswärtssieg Leader Arsenal noch abfangen. Damit stellt Deutschland dieses Jahr mit Leverkusen, Bayern München, Schalke und dem BVB vier Achtelfinalisten.

Gruppe H: Milan zittert sich in die K.o.-Phase

Die kriselnde AC Milan hat sich durch ein mageres 0:0 zuhause gegen Ajax Amsterdam das Ticket für den Achtelfinal geholt. Die Mailänder bekundeten grösste Mühe, den aufmüpfigen Holländern ihr Spiel aufzuzwingen. Der Platzverweis gegen Riccardo Montolivo in der 1. Halbzeit trug nicht dazu bei, die Nerven der «Rossoneri» zu beruhigen. Die italienischen Defensivkünstler verwalteten das Unentschieden zwar geschickt, letztlich musste sich der Renommierklub aber bei Keeper Christian Abbiati bedanken, der «Schmach» Europa League entgangen zu sein.

Im zweiten Gruppenspiel zwischen Barcelona und Celtic sicherten sich die Katalanen mit einem 6:1-Kantersieg den Gruppensieg. Neymar traf 3 Mal innert 13 Minuten und sprang damit in die Bresche für den verletzten Tor-Garant Lionel Messi.

Gruppe G: Zenit trotz Niederlage weiter

Im iberischen Bruderduell zwischen Atletico Madrid und Porto zeigten sich die Spanier wenig solidarisch. Schon in der ersten Halbzeit setzten sich die Gastgeber 2:0 ab. Javi Garcia (14.) und Diego Costa (37.) trafen zur glücklichen Pausenführung. Porto bekundete bei drei Treffern ans Gehäuse enormes Pech. Trotzdem liess das klare Verdikt wenig Grund zur Hoffnung, war ein Sieg doch Pflicht, um Konkurrent Zenit St. Petersburg unter Druck zu setzen.

In der zweiten Hälfte konnte Porto das Blatt trotz stürmischem Auftritt - und einem weiteren Aluminium-Treffer - nicht mehr wenden. Es blieb beim 0:2. Doppelt bitter für den CL-Sieger von 2003/04: Konkurrent Zenit bezog bei Schlusslicht Austria Wien eine 1:4-Niederlage. Die bislang sieglose Austria drehte den frühen 0:1-Rückstand durch drei Tore zwischen der 44. und 51. Spielminute.