Dortmund lenkt sich mit der CL ab

Raus aus der Düsterheit, rein ins Vergnügen. Unter diesem Motto nimmt Borussia Dortmund die 3. Champions-League-Runde bei Galatasaray Istanbul in Angriff. Denn ganz im Gegensatz zur Bundesliga hatte der BVB in der «Königsklasse» bislang maximalen Erfolg.

Adrian Ramos schreit seine Freude laut heraus.

Bildlegende: Der Freudenschrei Ist er am Mittwoch bei Dortmund und Adrian Ramos wieder zu vernehmen? Keystone

Borussia Dortmund muss sich in dieser Saison bislang an je 2 Siegen messen lassen. In der Champions League ist dies ein vorzüglicher Wert. Die Bilanz wird sogar noch aufgewertet, blieben die Westfalen doch beim 2:0 über Arsenal und dem 3:0 in Anderlecht ohne Gegentor.

In der heimischen Meisterschaft dagegen sind 2 Siege die dürftige Ausbeute aus 8 Partien. Und sie stehen für den schlechtesten Bundesliga-Start seit 27 Jahren. 5 Runden lang hat der BVB nicht mehr gewonnen. Der 1:2-Ausrutscher am Samstag bei Köln war die 3. Niederlage in Serie und warf das Team weiter auf Rang 14 zurück.

Den Kniff noch nicht draussen

Nun folgt am Mittwoch das Gastspiel bei Galatasaray Istanbul mit Blerim Dzemaili. Der Gegner ist gewohnt heissblütig, selbst wenn er mit erst einem Punkt in der CL-Kampagne seine Betriebstemperatur noch nicht erreicht hat. Doch gerade diese Ausgangslage macht die Aufgabe für Dortmund noch delikater.

Trainer Jürgen Klopp fordert: «Wir müssen uns zusammenraufen!» Allerdings musste er auch eingestehen: «Bis jetzt haben wir den Kniff noch nicht gefunden. Und die Zeit, nach unserer Form zu suchen, bleibt uns leider nicht.»

Für Marco Reus hat es sein Gutes, dass die Mannschaft dem trüben Bundesliga-Alltag entfliehen kann. «Zudem lässt sich mit einem weiteren Sieg die Tür zu den Achtelfinals weit aufstossen», bemerkt der Nationalspieler. Ein solcher Erfolg wäre nicht zuletzt der Gemütslage zuträglich.

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Leverkusen vor dem Zenit-Match

1:33 min, vom 21.10.2014

Den Bundesliga-Vertreter in der CL-Gruppe C erwartet eine gleiche Ausgangssituation. 3 Remis in Folge liessen Bayer Leverkusen in der Meisterschaft zuletzt vom 2. auf den 6. Rang abrutschen. Nun wird das Werksteam vom russischen Tabellenführer Zenit St. Petersburg gefordert.

Gruppe A: Alle auf Augenhöhe

Spannung verspricht die Gruppe A, wo alle Mannschaften je einen Sieg auf dem Konto haben. Der Finalist von diesem Frühling, Atletico Madrid, zählt gegen den schwedischen Champion Malmö auf seine Heimstärke. Seit Februar 2013 sind die Hauptstädter im europäischen Wettbewerb vor eigenem Anhang ungeschlagen.

Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 22.10.14 08:33 Uhr

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Dortmunds letzter CL-Auftritt: Ein 3:0 in Anderlecht

1:39 min, vom 1.10.2014

Champions League