Ein «perfektes» Debüt mit zwei Schönheitsfehlern

Gegen Juve stand Bayern-Youngster Joshua Kimmich in der Champions League erstmals als Innenverteidiger im Einsatz. Er überzeugte – bis zur 63. Minute.

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Der unglückliche Abend des Joshua Kimmich

1:10 min, vom 24.2.2016

Die Münchner «Zwergenabwehr» war vor dem Gipfeltreffen in der Champions League das grosse Thema gewesen. Die grossgewachsenen Holger Badstuber, Jerome Boateng und Javi Martinez sind allesamt verletzt, die «Kleineren» müssen derzeit bei den Bayern in die Bresche springen.

Das grosse Lob vom Chef

Dazu gehört auch Joshua Kimmich. Der 21-jährige Youngster machte seine Sache auf der für ihn ungewohnten Position zuletzt gut und durfte als Belohnung nun auch in der Champions League ran. Er überzeugte auch in Turin – bis zur 63. Minute. Das 1:2 leitete er mit einem unglücklichen Fehlpass ein, beim 2:2 kam er gegen Sturaro zu spät.

Einen Vorwurf wollte dem jungen Kimmich aber niemand machen – im Gegenteil. Vielmehr wurde er nach der Partie mit Lob überhäuft:

  • «Er macht seinen Job supergut mit seinem Alter. Da kann man nur Respekt haben und positiv sein.» - Arjen Robben
  • «Joshua war perfekt. Er hatte es nicht leicht mit den langen Bällen auf Mandzukic. Er hat es perfekt gemacht. Perfekt.» - Pep Guardiola
  • «Um es vorsichtig auszudrücken: Kimmich war an beiden Gegentoren beteiligt. Es ist für einen jungen Menschen eine grosse Herausforderung, in Turin zu spielen. Bis dahin hat er es ja sehr gut gemacht.» - Franz Beckenbauer

Speziell Trainer Guardiola nahm seinen Schützling in Schutz. Er weiss: Es bringt nichts, Kimmich mit öffentlicher Kritik zu verunsichern. Und er weiss auch: Aus Fehlern lernt man.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 23.02.2016, 20:00 Uhr