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Fasten vor dem CL-Final Ramadan bringt Stars von Liverpool in die Zwickmühle

Der Champions-League-Final findet im Fastenmonat Ramadan statt. Das bringt die Protagonisten in die Bredouille.

Fussballer.
Legende: Fasten oder nicht? Sadio Mané und Mohamed Salah stehen vor einer schwierigen Entscheidung. Reuters

Was ist wichtiger: Der Glaube oder der Beruf? Liverpools Mohamed Salah steckt vor dem Champions-League-Final im Dilemma. Konkret geht es um Folgendes:

  • Salah ist nicht nur ein begnadeter Fussballer, sondern auch gläubiger Muslim.
  • Der Champions-League-Final vom kommenden Samstag fällt in den Fastenmonat Ramadan (15. Mai bis 14. Juni).
  • Der Koran verbietet es, bis Sonnenuntergang zu essen und zu trinken – dieser wird in Kiew aber erst 45 Minuten vor dem Anpfiff erwartet.

Gemäss dem ägyptischen Magazin El-Ahly soll Salah verneint haben, aufgrund des bevorstehenden Finals auf das Fasten zu verzichten. Aufgrund der langen Sommertage in Europa würde das bedeuten, dass der Premier-League-Spieler der Saison im Vorfeld des Finals bis zu 18 Stunden am Stück keine Nahrung zu sich nehmen darf. Dieselbe Herausforderung stellt sich Sadio Mané.

Anders geht Reals Karim Benzema mit dem Ramadan um. Der Franzose und gläubige Muslim lässt das Fasten seit einigen Jahren sein. Benzema vertritt die Meinung, dass sich der Brauch nicht mit dem Beruf vereinbaren lässt.

Live-Hinweis

Verfolgen Sie den Champions-League-Final zwischen Real Madrid und Liverpool am Samstag ab 20:10 Uhr auf SRF zwei sowie in der Sport App.

Legende: Video Salah-Show im Halbfinal-Hinspiel gegen die Roma abspielen. Laufzeit 5:20 Minuten.
Vom 24.04.2018.

9 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Fuchs (Daniel Fuchs)
    Ich hatte es in meinem letzten WK mit ein einem Muslim zu als Truppenkoch während des Ramadans zu tun. Er hat sich morgens um 5 ein Pizza in den Ofen geschoben und ward danach nicht mehr gesehen, konnte nichts abschmecken und war küchentechnisch ziemlich nutzlos. Auf meine Frage warum er seinen WK nicht verschoben hatte dass dieser ausserhalb des Ramadans stattfand hatte er keine gescheite Antwort. Manchmal muss man sich halt entscheiden statt so zu tun als könnte man alles haben.
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    1. Antwort von Franz Huber (Raffi)
      Der Truppenkoch hatte ja alles bekommen. Den WK absolviert obwohl er gemäss ihnen quasi nichts gemacht hat. Als Arbeitgeber wäre das ein klarer Fall für mich. Entweder du kannst beides miteinander verbinden. Also Fasten und trotzdem normal weiter arbeiten, oder du nimmst während dem Ramadan deine Ferien. Oder sonst halt einen anderen Arbeitgeber suchen.
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    2. Antwort von Daniel Fuchs (Daniel Fuchs)
      @Raffi: Stimmt er hat seine Tage abgesessen ohne wirklich was zu tun. Wir hättens Ihm schwerer machen und Ihm wenigstens alle Putz/Abwasch aufgaben zuschanzen können. Aber er hat uns ehrich gesagt so genervt, dass wir froh waren ihn nicht zu oft sehen zu müssen.
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  • Kommentar von Ilse König (königin)
    Und der Berichterstatter glaubt im Ernst daran, dass bei einer Vertragsklausel mit Spielern anderer Religionen vor der Unterzeichnung solch zu klärende Punkte vergessen wurde? Im Leistungssport sind solche Themen schon längst angekommen. Auch bei den Athleten aus dem Morgenland.
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  • Kommentar von Mumi S. (Mumi22)
    Herrlich formuliert :) 'Der Koran verbietet es, bis zu Sonnenuntergang zu essen und zu trinken.' Also negativer hätte man es echt nicht ausdrücken können. Erste Sahne 10/10!!
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