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Champions League FCB: Mit Yakin nochmals die Europa League aufmischen

Nach dem Frust über das ärgerliche Out in der Champions League gilt beim FC Basel der Blick nach vorne. Sportdirektor Georg Heitz stellte klar, dass man im Frühjahr mit Murat Yakin weiterarbeiten und an die Erfolge in der Europa League aus dem letzten Frühjahr anknüpfen will.

Legende: Video FC Basel am Tag nach dem bitteren CL-Out («sportlive») abspielen. Laufzeit 2:19 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 12.12.2013.

Während Minuten nach dem Schlusspfiff in den Katakomben der Arena auf Schalke die Wogen bei Spielern und Betreuern hoch gingen, ordnete FCB-Sportdirektor Georg Heitz im SRF-Studio das Abschneiden der Basler in der Champions League ein.

Heitz‘ Bilanz fiel ambivalent aus: «Sportlich hat der FCB das Ziel, das sich Mannschaft und Trainerstab gesetzt hatten, nicht erreicht. Dennoch haben wir eine gute Kampagne gezeigt. Wir konnten auf europäischem Niveau mithalten und mit zwei Siegen gegen Chelsea hatte niemand gerechnet.»

Legende: Video Georg Heitz zum Out in der Champions League abspielen. Laufzeit 1:50 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 12.12.2013.

Turbulenter Herbst auf und neben dem Platz

Während sich beim FC Basel auf dem Platz sensationelle Exploits und ärgerliche Punktverluste abwechselten, durchlebte der Klub auch daneben keinen ruhigen Herbst. In den Medien wurde über Spannungen zwischen Schlüsselspielern und Trainer Murat Yakin spekuliert. Die Tatsache, dass die Klubführung in dieser Zeit nicht demonstrativ den Vertrag Yakins verlängerte, wurde als Zeichen des Misstrauens interpretiert.

Heitz deutet die Unruhe um den Klub vielmehr als Symptom dafür, dass Basel in Sachen medialer Aufmerksamkeit auf europäischem Niveau angekommen ist: «Jedes Wort und jede Geste kann als Giftpfeil interpretiert werden.»

Keine Eile bei Vertragsverlängerung

Unmissverständlich stellte Heitz dann klar: «Wir wollen mit Murat Yakin weiterarbeiten.» In der Winterpause wird sich die Klubführung mit dem Trainer zusammensetzen. Der Vertrag, der bei Erfüllung der sportlichen Zielsetzung (es darf davon ausgegangen werden, dass diese der Gewinn des Meistertitels ist) ohnehin bis Ende Saison 2014/15 weiterläuft, soll verlängert werden.

Legende: Video Georg Heitz zur «Causa Yakin» abspielen. Laufzeit 2:58 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 12.12.2013.

Dass der Klub mit seinem Vorgehen die Möglichkeit eines Absprungs des Trainers in Kauf nimmt, stellt Heitz nicht in Abrede. So hatte Uli Forte bei seinem Wechsel von GC zu YB im vergangenen Sommer die mangelnde Wertschätzung der Zürcher beklagt, weil sie seinen Kontrakt nicht vorzeitig verlängern wollten.

Es warten die nächsten Aufgaben

«Wir verlängern Verträge nicht, um die Ruhe im und um den Klub zu wahren. Wir verlängern sie dann, wenn es angebracht ist», erklärte Heitz. Und angesprochen auf Transfergerüchte (Yakin wurde von der Gazzetta als künftiger Lazio-Coach gehandelt) meinte der Sportdirektor: «Wie jeder Arbeitnehmer hat Murat Yakin das Recht, sich auf dem Markt umzusehen.»

Verlängert Yakin aber mit Basel, dürften sich in der Winterpause auch die medialen Wogen etwas glätten. Und dann erwarten den FCB und seinen Coach bald die nächsten europäischen Herausforderungen. Im vergangenen Frühjahr begeisterten die Basler in der Europa League, wo sie nach Siegen über St. Petersburg und Tottenham erst im Halbfinal an Chelsea scheiterten.

«In der Europa League zu spielen, ist keine Strafe. Wir haben dort in der vergangenen Saison super Erfahrungen auf hohem Niveau gesammelt», blickte auch Heitz voraus auf den europäischen Frühling.

15 Kommentare

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  • Kommentar von jean passant, thun
    Ich bin skeptisch bzgl. des Aufmischens. Der FCB hat in dieser Saison wenig Konstanz aufgewiesen, sehr gute Spiele gezeigt und dann klar schwache Auftritte abgeliefert. Das Spiel des FCB ist durchschaubarer geworden, "Salah-lastig" im Angriff, mit weniger Varianten. Eine solide Verteidigung kann diesen FCB in Schach halten, man muss auf die Steilvorlagen auf Salah achten und Streller so wie Stocker etwas härter angehen. Trotzdem haben die Siege gegen Chelsea Spass gemacht, Bravo FCB.
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    1. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Da bin ich nur teilweise einverstanden. Das Spiel des FCB ist teilweise sicher etwas durchschaubar geworden. Der Umkehrschluss, dass nun alle Gegner gegen Basel besser aussehen, wäre aber verfehlt. Es sind oft die gleichen Teams, die gegen Basel Mühe bekunden oder gegen die Basel sich schwer tut. So gewann Basel zweimal gegen Chelsea, spielte gegen Steaua zweimal unentschieden und verlor zweimal gegen Schalke. Ich lasse deshalb nur gelten, dass Basel sein Spiel zu wenig dem Gegner anpassen kann.
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  • Kommentar von F., Puskas
    Gratulation an Salzgeber! Dieser Georg Heitz wird für den FC Basel den Untergang für die Zukunft bedeuten. Fakten: Schlechte Kommunikation, Fehltransfers Sauro-Degens-Delgado-Safari-Ivanov, Juniorenabteilung ist am bröckeln. Im Sommer werden Sommer, Fabian Frei, Fabian Schär und Mohammed Salah weg sein. @ Murat Yakin es war eine geile Zeit mit dir kehr den Rücken es stinkt gewaltig in der Vereinsführung! Pfui unser FC Basel hat nur noch geniale treue FANS!
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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Überall der selbe Mist! In der CH-Meisterschaft pfeift der Schiri in der Nachspielzeit keinen Penalty für YB, der FCB rettet das 2:2. In Europa sieht es nicht besser aus, bedeutet aber ein wenig Schadenfreude für die "überstrapazierten ANTI FCB-Gene", wenn diese 5 Männer in Schwarz 4 im Abseits stehende Schalker übersehen und endlich wieder mal einer der blau/roten Spieler wegen einer Notbremse vom Platz gestellt wird. Hierzulande stehen die Typen ja geradezu unter Denkmalschutz.
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    1. Antwort von Hans Koller, Basel
      Uuuh führt das YB Verlierergen zu Frust? Kopf hoch. 2093 reichts bestimmt zu einem Titel und 2156 vielleicht zur Champions League Teilnahme. Solange immer fest mit den FCB Gegnern mitfiebern.. wenn man sonst nichts hat verständlich.
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    2. Antwort von Andreas, Aadorf
      Für mich unverständlich, dass a) ein solcher Unparteiischer für so ein wichtiges Spiel aufgeboten wird und dass b) "Schweizer Fussballfans" gegen die eigene Mannschaft sein können.
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    3. Antwort von Adrian Flükiger, Bern
      @Andreas: Punkto Schiri Leistung sind wir uns ja Halbwegs einig... soweit so gut. Aber, gegen die "eigene Mannschaft sein", nun mal halblang -:). Der FCB ist nicht die "eigene Mannschaft" - never, sondern eben auch so ein Clübli der ewigen Besserwisser - zum Glück aber noch kein besonders Grosses wie Bavaria oder ManU. Das hat den Vorteil, dass von Aussen ab und zu korrigierend eingegriffen wird und die Kirche im hiesigen Fussball halbwegs im "Dorf" bleibt: YB for ever!
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