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Champions League GC und die fehlende Kaltblütigkeit vor dem gegnerischen Tor

Die Grasshoppers zeigten gegen Olympique Lyonnais auch im Rückspiel eine engagierte Leistung, zu einem Treffer und zum Weiterkommen reichte es aber nicht. Den Zürchern fehlt momentan ein Stürmer, der im Strafraum für Furore sorgt.

Legende: Video GC nach dem Out in der CL-Qualifikation («sportaktuell») abspielen. Laufzeit 1:56 Minuten.
Vom 07.08.2013.

Es war eine Szene mit Symbolcharakter: Nach einem Eckball von Shkelzen Gashi in der 11. Minute köpfelte Michael Lang aus aussichtsreicher Position aufs Lyon-Tor, sah seinen Abschluss aber von Mitspieler Frank Feltscher abgewehrt.

Es war kein Zufall, dass gerade Feltscher in dieser Situation eine unglückliche Figur machte. Der 25-Jährige war von Coach Michael Skibbe für den gesperrten Nassim Ben Khalifa als Stürmer aufgeboten worden, für Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgte er aber - trotz grossem Engagement - kaum. Zu Chancen kamen andere wie Michael Lang oder Izet Hajrovic.

Fehlte gegen Lyon nur das Glück?

Von fehlendem Glück war nach dem Spiel die Rede. «Das eine oder andere Mal war auch ein bisschen Pech dabei, dass wir kein Tor erzielt haben», sagte Stéphane Grichting. Doch muss sich GC nicht auch den Vorwurf gefallen lassen, vor dem Tor nicht mit allerletzter Konsequenz ans Werk gegangen zu sein? Denn obwohl sich das Team von Michael Skibbe gefällig bis vors gegnerische Tor kombinierte, reichte es nicht zu einem Torerfolg. In den letzten 3 Partien blieb der Rekordmeister ohne Treffer.

Johan Vonlanthen nach seiner Grosschance zum 1:0 in der 77. Minute.
Legende: Frustriert Johan Vonlanthen nach seiner Grosschance zum 1:0 in der 77. Minute. Keystone

GC mit vielen knappen Siegen

Schaut man sich die Spiele der Zürcher in dieser Saison an, fällt auf: Für die Tore waren bislang fast ausschliesslich die Mittelfeldspieler besorgt: Izet Hajrovic (4 Tore) und Shkelzen Gashi (2) schossen 6 der 7 Saisontreffer. Das einzige «echte» Stürmertor erzielte Ben Khalifa beim 4:2-Sieg gegen Aarau.

Diese Tatsache ist nicht neu. In der vergangenen Saison führte Hajrovic die interne Skorerliste mit 8 Saisontoren an. Die Hoppers schossen zusammen mit YB «nur» am viertmeisten Tore, profitierten aber von einer überzeugenden Defensive und vielen knappen Siegen. 11 Spiele gewannen die Zürcher mit einem Tor Unterschied.

Was kann Neuzugang Caio bewirken?

Was GC in den Spielen gegen Lyon fehlte, war ein echter Sturmtank. Ein Brecher, der im Strafraum auch dorthin geht, wo es weh tut und die «dreckigen» Treffer erzielt. Zu dieser Sorte gehören weder Ben Khalifa noch Anatole Ngamukol oder Johan Vonlanthen. Auch Neuzugang Caio, der gegen Lyon noch nicht spielberechtigt war, ist kein Knipser. Für Eintracht Frankfurt erzielte er in 85 Spielen 8 Tore.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Simon, Bern
    Die dargestellten Tormöglichkeiten sind bis auf diejenige Hajrovic keine sogenannt 100-prozentigen, sondern eher der Rubrik "Torgefahr" zuzuordnen. Dass es an der fehlenden Kaltblütigkeit gelegen habe, greift daher zu kurz. GC hatte zu wenig zwingende Chancen. Ausgeschieden ist GC allerdings nicht wegem dem gestrigen Match, sondern im Hinspiel, als kein Auswärtstor gelungen ist. Erinnert mich an Aarau - Milan 1993/94 (Gesamtskore 0:1), als man auch knapp dran war. Milan gewann daraufhin die CL..
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