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Champions League Mourinhos letzter Tanz?

Jose Mourinho weiss, was es vor dem CL-Heimspiel gegen Dynamo Kiew geschlagen hat. «Dieses Spiel dürfen wir nicht verlieren», ist sich der Chelsea-Trainer bewusst. Denn sonst wird es wohl der letzte Auftritt des Portugiesen an der Stamford Bridge gewesen sein.

Legende: Video Jose Mourinho: «Es ist kein K.o.-Spiel» (englisch, SNTV) abspielen. Laufzeit 01:31 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 04.11.2015.

Es war der Tiefpunkt einer an Rückschlägen bereits reichen Saison: Chelsea tauchte am Samstag zuhause gegen Liverpool mit 1:3. Nach der 6. Niederlage im 11. Spiel und nur Platz 15 in der Tabelle war von einer Meuterei der Spieler die Rede. «Ich würde lieber verlieren, als für Mourinho zu gewinnen», soll ein Spieler der «Blues» gegenüber BBC gesagt haben.

Vor dem Champions-League-Heimspiel gegen Dynamo Kiew stärkten die Spieler ihrem Trainer jedoch demonstrativ den Rücken. «Wir stehen voll und ganz hinter dem Trainer, daran gibt es keinen Zweifel», betonte der Brasilianer Willian. Und Jon Obi Mikel erklärte: «Wir geben 100 Prozent, wir spielen für den Trainer, wir stehen zu ihm.»

Ich bin vollkommen überzeugt, dass wir uns qualifizieren werden.
Autor: Jose Mourinho
Legende: Video John Terry: «Wir Spieler sind verantwortlich» (englisch, SNTV) abspielen. Laufzeit 00:36 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 04.11.2015.

Captain John Terry nahm seine Mitspieler in die Pflicht: «Wir waren einfach nicht gut genug, auch ich nicht. Wir wissen, wo wir in der Liga und in der Champions League stehen. Und wir wissen, was es braucht, um da unten raus zu kommen. Die Verantwortung liegt bei uns, nicht beim Manager.»

Mourinho selbst gab sich in den letzten Tagen wortkarg, ehe er sich vor dem Champions-League-Heimspiel gegen Dynamo Kiew wieder zu Wort meldete. Und das gewohnt angriffig: «Ich denke, wir werden Erster in unserer Gruppe. Und wenn wir nicht Erster werden, dann werden wir Zweiter. Ich bin vollkommen überzeugt, dass wir uns qualifizieren werden.»

Nach dem Champions-League-Sieg mit Porto 2004 habe ich gesagt, dass eines Tages auch schlechte Resultate kommen werden. 11 Jahre hat es nun gedauert.
Autor: Jose Mourinho

Dem Portugiesen ist klar, dass er sich nicht mehr viele Ausrutscher erlauben kann. «Es ist kein ‹Must-Win-Spiel›, aber wir dürfen sicher nicht verlieren», gab Mourinho als Zielvorgabe aus. Denn sonst droht nach 2007 zum zweiten Mal eine vorzeitige Trennung von seiner grossen Liebe Chelsea.

Und im Wissen, dass auch ein Sieg nicht reichen könnte, um ihn im Amt zu halten, hielt er bereits ein Loblied auf sich selbst: «Nach dem Champions-League-Sieg mit Porto 2004 habe ich gesagt, dass eines Tages auch schlechte Resultate kommen werden. 11 Jahre hat es nun gedauert. Und ich nehme die Situation mit der gleichen Ehrlichkeit und Würde an, wie ich es zum Zeitpunkt des Erfolgs getan habe.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 03.11.2015, 20:00 Uhr.

Legende: Video Chelseas Nullnummer in Kiew vor zwei Wochen abspielen. Laufzeit 03:16 Minuten.
Aus sportlive vom 20.10.2015.

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