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Champions League Real: Mit Kampf und Ramos zum späten Glück

Bis in die Nachspielzeit der regulären Spielzeit lief der Champions-League-Final auf einen Kampferfolg von Atletico Madrid hinaus. Erst als Real die intensive Spielweise des Stadtrivalen aufnahm, setzte es sich durch.

Legende: Video Fussball: Nach dem Champions-League-Final abspielen. Laufzeit 3:48 Minuten.
Aus sportpanorama vom 25.05.2014.

4:1. Das blanke Resultat liesse ein Offensivspektakel vermuten, ein spielerisches Highlight im «Estadio da Luz». Doch nichts dergleichen.

Das erste Stadtderby in einem Champions-League-Final war eine über weite Strecken zähe Angelegenheit. Kaum Spielzüge über mehrere Stationen, viele schlecht ausgeführte Standards, wenige Top-Chancen, nichts für die «Galerie»: Cristiano Ronaldo zeigte seinen ersten Übersteiger erst in der 116. Minute.

Dafür viele Zweikämpfe, Fouls und Emotionen. Vor allem Atletico schlug von Beginn weg eine ruppige Gangart an. 7 der 14 eingesetzten «Rot-Weissen» wurden im Spielverlauf verwarnt; über einen Platzverweis gegen Raul Garcia nach einem groben Foul an Angel di Maria (27.) hätte sich niemand beklagen können.

Erfolgreiche Kämpfernaturen

Symptomatisch, dass die beiden Tore in der regulären Spielzeit von zwei Kämpfern aus der Innenverteidigung erzielt wurden. Diego Godin (79 Prozent gewonnene Zweikämpfe) für Atletico und Sergio Ramos (74 Prozent) für Real. Eine gewisse Ironie besteht darin, dass ausgerechnet Godin Ramos nicht am Ausgleich hindern konnte.

Legende: Video Gareth Bale: Tor im 4. Anlauf abspielen. Laufzeit 0:50 Minuten.
Aus sportlive vom 25.05.2014.

Kein Zufall war es, dass Gareth Bale zum entscheidenden 2:1 traf. Dreimal hatte der Waliser zuvor aus guter Abschlussposition das Tor von Thibaut Courtois verfehlt. Besser als mit dem Fuss machte er es in der 110. Minute aus schwierigerer Position mit dem Kopf.

Atletico wie vor 40 Jahren

Für Atletico, das in der Schlussphase selbst mit Reals Standfussball überfordert war, wiederholte sich die Geschichte: Bei ihrer letzten Finalteilnahme 1974 hatten die «Colchoneros» bis in die 119. Minute mit 1:0 geführt, ehe Bayern München der Ausgleich gelang. Im Wiederholungsspiel setzten sich die Deutschen mit 4:0 durch.

Legende: Video Reals Bale im Interview (englisch) abspielen. Laufzeit 0:28 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 25.05.2014.
Legende: Video Atleticos Alderweireld im Interview (englisch) abspielen. Laufzeit 1:01 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 25.05.2014.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Friedrich Meyer, Olten
    Es ist höchst bedauerlich, dass ein Spieler wie Ronaldo zum Weltfussballer erkoren wurde. Denn wie der sich nach seinem Penaltytor benahm war einfach peinlich. Vom Weltfussballer sollte ein minimales Mass an Anstand und Fairness zu erwarten sein. Es ist unbegreiflich warum diese Leute immer ihr Shirt ausziehen müssen, wenn sie ein Tor erzielten. Im übrigen wäre Stocker oder Streller in ähnlicher Situation ein 11m zugesprochen worden, wäre sicher von Schwalbenkönigen die Rede gewesen.
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    1. Antwort von Rainer Zufall, 4900 Langenthal
      Ja, das war wirklich peinlich. Er hat sich benommen, als hätte er gerade das Spiel entschieden. Den Titel als Weltfussballer hat er aber trotzdem verdient. Messi war lange verletzt, und Ribery ist zwar ein guter Fussballer, aber niemals so unverzichtbar für seine Mannschaft.
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