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Champions League Real setzt sich in der Verlängerung die Krone auf

Real Madrid heisst der Champions-League-Sieger 2014. Die «Königlichen» gewannen einen dramatischen Final in Lissabon gegen Stadtrivale Atletico in der Verlängerung mit 4:1.

Endlich hat Real Madrid seine «Decima», den 10. Titel in der europäischen «Königsklasse». Die Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti setzte sich im Estadio da Luz in Lissabon dank einem 4:1-Erfolg in der Verlängerung über Atletico Madrid nach 12 Jahren Pause wieder die Krone auf.

Atletico fehlten 2 Minuten

Der verdiente Erfolg Reals kam auf dramatische Art und Weise zustande. Der frisch gebackene spanische Meister Atletico führte bis zur 93. Minute dank einem Kopfball-Treffer von Diego Godin mit 1:0, ehe Verteidiger Sergio Ramos in extremis im Anschluss an einen Eckball ausglich.

Legende: Video Bales Tor zum 2:1 abspielen. Laufzeit 1:29 Minuten.
Aus sportlive vom 24.05.2014.

In der Verlängerung war die Mannschaft von Diego Simeone dann stehend k.o. und musste sich von Real dominieren lassen. Die logische Folge waren die Tore von Gareth Bale (110.), Marcelo (118.) und Cristiano Ronaldo per Penalty (120.) zum letztlich zu klaren Sieg der «Königlichen».

Während die Real-Spieler um 23:22 Uhr jubelnd auf die Knie fallen konnten, kannte die Trauer bei den «Rojiblancos» keine Grenzen. Atletico hatte bereits eine Hand am begehrten Pokal, muss aber weiterhin auf den 1. CL-Triumph warten.

Real übernahm das Zepter

Die Partie vor 65'000 Zuschauern war erst nach rund einer halben Stunde richtig in die Gänge gekommen. In der 32. Minute besass Bale die 1. Torchance überhaupt. Zuvor hatten einzig die verletzungsbedingte Auswechslung von Atleticos Starstürmer Diego Costa (9.) und ein grobes Einsteigen von Raul Garcia gegen Angel Di Maria (27.) für Aufsehen gesorgt.

Atleticos 1:0 in der 36. Minute durch Godin, der schon eine Woche zuvor in der «Finalissima» in der Primera Division getroffen hatte, fiel aus heiterem Himmel. Goalie Iker Casillas, der mit Real schon 2000 und 2002 die CL gewonnen hatte, machte dabei eine schlechte Figur.

Ab der 60. Minute spielte dann nur noch Real. Ronaldo und Bale waren mehrfach dem Ausgleich nahe. So mussten sich die Real-Supporter bis in die Nachspielzeit gedulden, ehe das längst überfällige 1:1 doch noch fiel: Ramos entwischte ausgerechnet Godin und köpfelte platziert ein.

Ronaldos 17. CL-Tor

In den 30 Extra-Minuten fanden die Schützlinge von Simeone keine zweite Lunge mehr. Zwar überstanden sie die erste Hälfte der Verlängerung noch unbeschadet. Doch nach Bales 2:1 - vorbereitet durch einen unwiderstehlichen Rush Di Marias - war es um die «Rot-Weissen» geschehen. Nach Marcelos 3:1 setzte Ronaldo mit seinem 17. CL-Tor in dieser Saison den Schlusspunkt hinter eine ereignisreiche Nacht in Lissabon.

Legende: Video Die Pokalübergabe abspielen. Laufzeit 1:32 Minuten.
Aus sportlive vom 24.05.2014.

19 Kommentare

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  • Kommentar von Silberling, Silberland
    Der Sieg für Real ist nicht unverdient. MMn hat Atletico härter dafür gearbeitet und mit den wesentlich geringeren mitteln. KA wie man x100mio Eur Schulden haben kann und dennoch einen Bale für 100mio, bezahlen. Aber in der heutigen Zeit kann man auch Firmen an die Wand fahren und noch tüchtig dafür abkassieren, wen wunderts. Versteh ich nicht wie man für sowas auch nur einen Hauch Sympathie aufbringen kann. Der Zuschauer ist ja mit Brot und Spielen besänftigt. x100mio vs Brot und Spiele.
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  • Kommentar von Fabio Del Bianco, Spiez
    Atletico Madrid versuchte sich mit letzter Kraft über die Ziellinie zu retten, und wurde auf dem letzten Meter jedoch noch eingeholt(logischerweise in der Verlängerung dann überholt). Wenn ich auch Atletico Madrid den Sieg gegönnt hätte, muss ich dennoch sagen, dass der Sieger aufgrund der zweiten Halbzeit und Verlängerung, Real Madrid heissen MUSSTE. Sie waren einfach die bessere Mannschaft. Bitter für Atletico, die aber "zum Trost" die nationale Meisterschaft gewonnen haben. Gratulation Real!
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Ich kann mich diesen Worten anschliessen. Abgesehen von der Szene, die zum Tor führte, kann ich mich an keinen einzigen Atlético-Angriff erinnern, der nochmals zu einer echten Torchance führte, derart überlegen spielte Real. Nach dem Ausgleich war es klar, wer der Sieger sein würde. Schade für Atlético, das im Vergleich zu Real weiter als ewiger Verlierer gilt und den wichtigsten europ. Pokal wohl auch in den nächsten 40 Jahren kaum gewinnen wird. Dafür wird immer zu viel weggekauft.
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  • Kommentar von jean passant, thun
    Versuche meinen ursprünglichen Kommentar milder abzufassen, da dieser offenbar der Netiquette zum Opfer fiel. Man kann es aber drehen und wenden wie man will, Real und Atletico haben eine sehr fragwürdige Vergangenheit. Real soll via Santiago Bernabeu zu Franco Kontakt gehabt haben, Atletico hiess früher Athletic Aviacion Club und wurde durch die Luftwaffe Francos unterstützt. Auch heute werden den Ultras von Real z.T. rechtsextreme Tendenzen nachgesagt. Dieser Final hatte so eine Beigeschmack.
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    1. Antwort von Reto Munteler, Zürich
      Wenn du nur genügend grübelst und nachforschst, findest du fast bei allem und jedem eine "fragwürdige Vergangenheit". Die Frage ist: Muss man sich wegen mehreren Jahrzehnte alten Geschichten die Gegenwart vermiesen lassen? Was sollte das bringen? Man kann doch auch davon ausgehen, dass die Vereinsführungen von Klubs mit zweifelhafter Geschichte über eine gewisse Lernfähigkeit und Veränderungsbereitschaft verfügen?
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    2. Antwort von Juha Stump, Zürich
      @J. Passant: Ihre Worte stimmen zwar, aber sie bringen uns in der heutigen Zeit nicht weiter. Real Madrid war Francos Liebling, Benfica Lissabon war Salazars Liebling, Schalke 04 genoss auffallend viel Nazi-Protektion (deshalb die vielen damaligen Erfolge). Dagegen nützten Lazio Rom Mussolinis Sympathien nicht viel, ebenso wenig das Anpassertum von Espanyol Barcelona zu Franco. - Es gibt nicht viele Vereine, die eine "saubere" Vergangenheit haben. Schauen wir doch lieber nach vorn!!
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    3. Antwort von jean passant, thun
      Leider nicht nur Vergangenheit. Die Clubleitung selbst ist zwar nicht bekennend rechtsextrem, aber unternimmt nicht besonders viel gegen Sprüche wie: "Siempre Fascismo Siempre Madridismo". Das ist jedoch allgemein so im Fussball. Mit dem Argument Politik und Sport trennen, lassen zig Clubs/Verbände in Europa ihre politisch extremen Anhänger gewähren. Geburtswünschen für Hitler, kein Problem, aber "kein Fussball den Faschisten" muss eben überklebt werden. Fussball ist auf dem rechten Auge blind.
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