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Umstrittene Entscheidung Guardiola und Mateu Lahoz: Keine Freunde fürs Leben

Der ManCity-Trainer und der spanische Schiedsrichter geraten erneut aneinander.

Legende: Video Bei Guardiola brennen die Sicherungen durch abspielen. Laufzeit 0:55 Minuten.
Vom 10.04.2018.

Zum 3. Mal binnen gut eines Jahres leitete Antonio Mateu Lahoz ein Champions-League-Spiel von Manchester City. Und zum 3. Mal fällte er Entscheidungen zuungunsten der «Citizens»:

  • Im Achtelfinal-Hinspiel 2017 gegen Monaco verwarnte Mateu Lahoz ManCity-Stürmer Sergio Agüero wegen einer angeblichen Schwalbe. Nach Ansicht Guardiolas hätte es stattdessen Penalty und Rot gegen Monaco-Keeper Danijel Subasic geben sollen.
Legende: Video So regte sich Guardiola im Spiel gegen Monaco auf abspielen. Laufzeit 0:30 Minuten.
Vom 21.02.2017.
  • Im Gruppenspiel gegen Napoli letzten Oktober pfiff Mateu Lahoz zwei Penaltys für die Italiener (von denen Mertens einen verschoss).
  • Und nun annullierte der Spanier ein (reguläres) Tor von Leroy Sané gegen Liverpool wegen angeblichen Offsides. Guardiola regte sich nach dem Pausenpfiff derart auf, dass er die 2. Halbzeit auf der Tribüne verbringen musste.

Legende: Video Sanés vermeintliches 2:0 aberkannt abspielen. Laufzeit 0:37 Minuten.
Vom 10.04.2018.

«Sagte ihm nur, es war Tor»

Nach dem Spiel hatte er sich bereits etwas beruhigt. Vor den Medien versicherte er, dass er seinen Landsmann nicht beleidigt habe. «Ich habe ihm nur gesagt: ‹Es war Tor. Der Ball kam von (Liverpool-Akteur James) Milner.› Er fragte: ‹Ah, von Milner?› Da der Ball von Milner kam, war es nicht Offside.»

Auf den TV-Bildern ist nicht zu hören, was Guardiola zu Mateu Lahoz sagt. Die Gesten lassen allerdings vermuten, dass es durchaus keine Freundlichkeiten waren.

Guardiola sah seine Verbannung auf die Tribüne nicht als matchentscheidend. «Liverpool hat es verdient weiterzukommen», so der 47-Jährige. Gleichzeitig betonte er, dass die Teams in dieser Phase der CL-Saison so nahe beieinander sind, dass ein einziger Entscheid sehr grosse Auswirkung habe. «Wenn wir mit 2:0 statt 1:0 in die Pause gehen, ist es ein anderes Spiel.»

Legende: Video Guardiola: «Ich habe ihn nicht beleidigt» abspielen. Laufzeit 1:22 Minuten.
Vom 10.04.2018.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 10.4.18, 20:10 Uhr

10 Kommentare

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  • Kommentar von Willi Fetzer (wi)
    Es wäre doch ein leichtes herauszufinden, was Guardiola wirklich gesagt hat! Sicher gibt es auch in der Schweiz jemanden der spanisch versteht und Höhrbehinderte in der Gebärdensprache unterstützt. Denn in der Hektik hat der Trainervergessen, wie sonst üblich bei denen, seinen Mund zu verbergen...
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  • Kommentar von Pascal Ringenbach (stuhlflechter)
    Wenn ich in meinem Job, aufgrund eines Fehlers der ein anderer macht, in Schwierigkeiten komme oder mein Soll nicht erfüllen kann, bin ich sauer und stinkig. Ja, jeder darf Fehler machen, das bestreitet ja niemand. Nur darf man ja auch darüber reden, egal ob Spieler oder Schiedsrichter. Wenn der Ton stimmt sollte das doch möglich sein, finde ich.
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    1. Antwort von martin keller (blofeld77)
      Ich habe zwar nicht gehört, was Herr Guardiola gesagt hat und kann auch nicht Lippen lesen. Aufgrund der Gestik bezweifle ich aber, dass der Ton stimmig war. Auch wenn es um viel Geld geht, es ist ein Sport und ein Spiel. Und der Fehler wurde bestimmt (!) nicht absichtlich oder fahrlässig begangen.
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  • Kommentar von Bernhard Meile (bm)
    Der Schiedsrichter liess (zu) viel laufen, weshalb auch das 1:0 für City zustande kam. Immerhin behielt der Unparteiische seine Linie das ganze Spiel hindurch bei. Das ist eine Herausforderung und verdient ein Kompliment. Der Irrtum eines Refs ist Teil des Spiels. Es war schwierig, die betreffende Spielsituation zu überblicken. Alle sahen die Realität ja auch erst in der Wiederholung. Und die UEFA will (vorerst) auf den Video-Beweis verzichten. So lange braucht sich niemand aufzuregen.
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    1. Antwort von Domenico Manzone (Doman17)
      Ich finde dieses Thema sehr heikel. Es ist und bleibt etwas vom ärgerlichsten für einen Fan, wenn ein Tor zu ungunsten zählt oder nicht zählt. Aber wieso zögert die UEFA so lange mit der Einführung des Video-Beweises? Im Eishockey hat sich jedenfalls diese Methode mehr als bewährt.
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    2. Antwort von Pesche Meyer (Never give up)
      Bin absolut einverstanden mit dem Kommentar. Einzig fage ich mich, es stehen mittlerweile soviele Spiel(mit)leiter ums Feld rum und solche Fehler (Torrichter) dürfen auf dem Niveau einfach nicht passieren. Das der Schiedsrichter und Linienrichter die Situation nicht richtig einsehen können, verstehe ich. Aber der Torrichter hat frei Sicht! Selbst als FC Liverpool Anhänger, kann ich den Ärger von Pep durchaus verstehen.
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