Weidenfeller - Der bescheidene Held

Borussia Dortmund hat dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung den Einzug in den Champions-League-Final geschafft. Dennoch stach am Dienstag einer aus dem Kollektiv heraus: Mit seinen Paraden trieb Torhüter Roman Weidenfeller Real Madrid zur Verzweiflung.

Mit seinen überragenden Paraden in der Startphase verhinderte Roman Weidenfeller einen möglicherweise fatalen Fehlstart der Deutschen. Auch in der hektischen Schlussphase agierte der 32-Jährige bestechend sicher. «Als Torhüter muss man in Madrid einfach den einen oder anderen Ball halten, sonst wird es schwierig», gab er sich bescheiden.

Team steht im Zentrum

Weidenfeller knüpfte in Madrid an die starken Leistungen während der ganzen Saison an. Dennoch sieht er sich nicht als Matchwinner: «Das ganze Team hat überragend gespielt. Meine eigene Leistung will ich nicht beurteilen, das sollen andere machen.»

Das Lob von Klopp

Weniger zurückhaltend zeigt sich hier Jürgen Klopp. Der Coach, der sich nach der Partie über die Aktivitäten auf der Madrider Ersatzbank und das teilweise überharte Einsteigen von Sergio Ramos ärgerte, bezeichnete seinen Keeper kürzlich als «besten Torhüter, der nie in einer Nationalmannschaft gespielt hat.» Sollte Weidenfeller auch im Final in London den Gegner mit seinen Paraden zum Verzweifeln bringen, dürften Bundestrainer Jogi Löw die Argumente gegen eine Nomination langsam ausgehen.

Video «Jürgen Klopp bei der Medienkonferenz» abspielen

Jürgen Klopp bei der Medienkonferenz

0:54 min, vom 1.5.2013