Weidenfeller: «Solch eine Möglichkeit kommt nicht jedes Jahr»

Trotz der bitteren Final-Niederlage gegen Bayern München ist ein Dortmund-Akteur aus dem Kollektiv hervorgeragt: Torwart Roman Weidenfeller. BVB-Trainer Jürgen Klopp konnte derweil seine Enttäuschung nicht verbergen.

Video «Weidenfellers Glanzparaden im CL-Final» abspielen

Weidenfellers Glanzparaden im CL-Final gegen Bayern

1:31 min, vom 26.5.2013

Weidenfeller rettete vor allem in Halbzeit 1 mehrmals in extremis. Den Kopfball von Bayern-Stürmer Mario Mandzukic lenkte der Schlussmann mirakulös an die Latte (26.). Auch gegen den späteren Siegtorschützen Arjen Robben parierte er zweimal im Duell Mann gegen Mann (30./43.). Bei den beiden Gegentoren war der 32-Jährige machtlos.

«Wir sind voller Stolz, dass wir den Bayern so Paroli geboten haben. Die Niederlage ist für uns sehr traurig, weil wir eine klasse Champions League gespielt haben und jeder weiss, dass man nicht jedes Jahr die Möglichkeit hat, so ein tolles Finale spielen zu können», resümierte Weidenfeller nach Spielschluss, richtete seinen Blick aber bereits wieder nach vorne: «Wir greifen nächstes Jahr neu an.»

Dortmund zollt starkem Pressing Tribut

Neben den «Big Saves» in der 1. Halbzeit zeigte der BVB-Hüter in den zweiten 45 Minuten beim Distanzschuss von Bayern-Aussenverteidiger David Alaba eine weitere Glanzparade (76.). Gegen Spielende zollte Dortmund dem starken Pressing aus der Anfangsphase Tribut. «Es war das Ende einer langen Saison - für uns alle. Nur hatten wir nicht die Möglichkeit, so zu rotieren wie die Bayern», betonte Borussen-Trainer Jürgen Klopp.

Das Foul des bereits verwarnten Dante an Marco Reus, das zum Elfmetertor von Ilkay Gündogan führte (68.), versetzte das Blut des 45-Jährigen in Wallung: «Im Spiel hatte ich das Gefühl, dass man eine 2. Gelbe Karte geben kann. Als ich es im Fernsehen gesehen habe, war ich mir sicher, dass man sie geben muss.» Trotz der starken Leistung seiner Mannschaft überwog auch bei Klopp die Enttäuschung: «Ich brauche einen Moment, um den Stolz zu fühlen, der irgendwo in mir schlummert.»

Klopp: «Dann kaufen wir ein paar Spieler»

Doch wie Weidenfeller blickte auch der zweifache BVB-Meistertrainer voraus: «Jetzt gehen wir in den Urlaub, und dann kaufen wir ein paar Spieler.» Das dürfte auch nötig sein, denn neben dem Transfer von Mario Götze nach München wird auch ein Wechsel von Goalgetter Robert Lewandowski an die Isar immer konkreter. Der scheidende Bayern-Trainer Jupp Heynckes liess sich zitieren: «Mario Götze kommt und Robert Lewandowski wird auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.»

Trotz der Enttäuschung über die verpasste Chance und der Transferwirren formulierte Klopp bereits wenige Minuten nach Abpfiff ein mögliches Ziel für die Zukunft: «In 2 Jahren ist der Final in Berlin. Das wäre vielleicht ein guter Platz, um in ein weiteres Champions-League-Endspiel einzuziehen.»

Resultate