Wenn Astra Giurgiu die Nerven der Bayern beruhigen muss

Dinamo Zagreb ist am Dienstag in der 2. Champions-League-Runde Gegner von Bayern München – und seit 45 Spielen ungeschlagen. Diese Serie flösst dem deutschen Rekordmeister durchaus Respekt ein.

Pep Guardiola gibt Mario Götze Anweisungen.

Bildlegende: Zeigen, wie es geht Pep Guardiola nimmt sich für die Herausforderung Dinamo Zagreb Mario Götze zur Brust. Reuters

Was könnte Astra Giurgiu Dienstagnacht mit den Bayern vereinen? Beide Klubs haben es geschafft, Dinamo Zagreb in die Knie gezwungen zu haben – wenn denn alles seinen gewohnten Lauf nimmt. Auf alle Fälle schreibt man sich an der Säbener Strasse im ersten Heimauftritt dieser CL-Kampagne den Sieg auf die Fahne.

«  Zagreb hat 45 Spiele in Serie nicht verloren. Dem gibt es eigentlich nicht viel hinzuzufügen. »

Pep Guardiola
Trainer Bayern München

Nur: 45 Mal haben Herausforderer zuletzt Anlauf genommen, um dem kroatischen Branchenleader eine Niederlage zuzufügen – 45 Mal sind sie in ihrem Bestreben gescheitert. Und mit 10 nationalen Titelgewinnen seit 2006 in Folge liest sich auch diese Serie von Zagreb eindrücklich.

Der Ausrutscher in der Provinz

Am 27. November 2014 fand die Mannschaft von Trainer Zoran Mamic auswärts gegen Astra Giurgiu ihren letzten Bezwinger. Nach der 5:1-Gala im Hinspiel der Europa-League-Gruppenphase leisteten sich die Kroaten beim Wiedersehen einen 0:1-Ausrutscher: In einem Provinzstadion, das gerade einmal 8000 Zuschauern Platz bietet, und gegen einen limitierten Gegner, der in der Landesmeisterschaft 2014/15 Schlussrang 4 belegte.

«  Aber auch sie sind nur Menschen aus Fleisch und Blut. Deshalb haben wir eine Vision für morgen.  »

Zoran Mamic
Trainer Dinamo Zagreb

So kommt es, dass der unbekannte rumänische Klub dem noblen Bayern München als Vorbild dient. Denn ganz so unbeeindruckt zeigte sich Coach Pep Guradiola nicht vom Gegner. So hob er dessen Robustheit hervor und sagte: «Zagreb hat 45 Spiele in Serie nicht verloren. Dem gibt es eigentlich nicht viel hinzuzufügen.» Zumindest ein Nervenflattern drückte da durch.

Zoran Mamic schreitet auf den Rasen und lacht.

Bildlegende: Guten Mutes Zagreb-Coach Zoran Mamic sagt: «Wir haben eine Vision». Keystone

Schon Arsenal bekam es zu spüren

Auf der anderen Seite spricht Mamic von einem «Privileg», nach 3 Jahren Abwesenheit in der CL nun gegen Bayern antreten zu können, «das beste Team der Welt». «Aber auch sie sind nur Menschen aus Fleisch und Blut», betont er und beruft sich dabei durchaus etwas auf den unerwarteten Startexploit gegen Arsenal (2:1). «Deshalb haben wir erneut eine Vision.» Und wie diese aussieht, braucht er nicht zu formulieren.

Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 29.09.2015 07:07 Uhr