YB gegen Monaco vor dem Out

YB hat das Hinspiel in der 3. Quali-Runde zur Champions League gegen die AS Monaco mit 1:3 verloren und steht damit vor dem Out. Mit etwas mehr Glück hätte die Partie auch einen anderen Verlauf nehmen können.

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Spielbericht YB-Monaco

5:41 min, vom 28.7.2015

Elf Minuten reichten der AS Monaco, um im Duell mit dem Schweizer Vize-Meister für klare Verhältnisse zu sorgen. Layvin Kurzawa (Direktabnahme), Guido Carrillo (Kopf) und Mario Pasalic (Weitschuss) schossen zwischen der 64. und der 75. Minute den 3:1-Sieg für die effizienten Monegassen heraus. Raphael Nuzzolo gelang dazwischen immerhin der Ehrentreffer für die Berner.

Berner Chancen nach der Pause

Es hätte im Stade de Suisse jedoch auch anders herauskommen können. Nach einer auf beiden Seiten ereignislosen, für die rund 16‘000 Zuschauer äusserst dürftigen 1. Halbzeit, kamen die Berner wie verwandelt aus der Kabine und zeigten endlich den Vorwärtsfussball, den Trainer Uli Forte und Captain Steve von Bergen noch am Montag angekündigt hatte.

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Die Doppelchance von Suleimanj und Kubo

0:27 min, vom 28.7.2015

Zwei Kopfbälle von Guillaume Hoarau verfehlten das Ziel nur knapp (48./56.), ein Knaller von Yaya Kubo landete dazwischen gar am Pfosten. Nach einer Stunde scheiterten auch noch Miralem Suleimanj und Kubo aus allerbester Position – Kurzawa wehrte den Schuss des Japaners kurz vor der Linie ab. Kurz darauf startete das Torfestival auf der Gegenseite mit dem Tor von ebendiesem Kurzawa.

«Wir haben vor dem gegnerischen Tor Geschenke gemacht», sagte YB-Coach Forte nach der Partie, «vor dem 1:0 hatten wir zwei, drei Topchancen. Das wäre der entscheidende Moment gewesen, da müssen wir in Führung gehen.»

Neues Ziel: Europa League

Ein Weiterkommen in der Champions League ist für die Young Boys mit einer 1:3-Hypothek damit in weite Ferne gerückt. Man wird wohl um den Einzug in die Europa League kämpfen müssen. Immerhin darf man sich damit trösten, einen hochkarätigen Gegner wie Monaco lange kontrolliert zu haben. Und mit etwas mehr Glück wäre auch mehr drin gewesen.

Sendebezug: SRF zwei, «sportlive», 28.07.2015, 20:00 Uhr