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Confederations Cup Brasilien bezwingt Italien spektakulär

Gastgeber Brasilien hat sich beim Confed Cup dank eines 4:2-Erfolgs gegen Italien den 1. Platz der Gruppe A gesichert. Während Neymar dabei das fast schon obligate Traumtor gelang, gehörte die Bühne neben Doppeltorschütze Fred für einmal dem eingewechselten Innenverteidiger Dante.

Legende: Video Confed Cup: Italien - Brasilien abspielen. Laufzeit 04:00 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 22.06.2013.

«Auf dieses Spiel habe ich richtig Bock», sagte der in Salvador da Bahia geborene Dante im Vorfeld. Zu Beginn sah es jedoch nicht nach einem persönlichen Heimspiel für den 29-Jährigen aus. Der Abwehrspieler von Bayern München musste wie bereits in den ersten beiden Gruppenspielen auf der Bank Platz nehmen.

Tor-Premiere für Dante

Doch nach einer guten halben Stunde ersetzte er den verletzten David Luiz und in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit hatte er seinen Auftritt: Dante verwertete einen Abpraller von Italien-Hüter Gianluigi Buffon zur brasilianischen Führung. Es war im erst 3. Länderspiel seine Torpremiere und der Paukenschlag zum Ende einer Halbzeit, die nach einem offensiven Beginn der Brasilianer an Fahrt verloren hatte.

Doch zum Auftakt in Durchgang 2 lancierte Mario Balotelli den eingewechselten Emanuele Giaccerini mit der Hacke spektakulär, sodass der Mittelfeldspieler von Juventus mit einem wuchtigen Schuss zum Ausgleich traf.

Neymar wieder mit Traumtreffer

Beinahe eine geschlagene Stunde war von Brasiliens Superstar Neymar praktisch nichts zu sehen. Doch dann schlenzte der 21-Jährige einen Freistoss genau in den Winkel - Buffon konnte dem Geschoss nur noch nachschauen.

Nur 10 Minuten später glänzte Aussenverteidiger Marcelo, als er Stossstürmer Fred perfekt bediente. Dieser tankte sich durch und hämmerte den Ball zur vermeintlichen Vorentscheidung ins Netz.

Verwirrung beim 2:3-Anschluss

Nach Dante, Balotelli, Neymar und Fred rückte ein 5. Akteur in den Mittelpunkt: Der usbekische Schiedsrichter Ravshan Irmatov. Nach einem Eckball der Italiener ertönte ein Elfmeterpfiff, woraufhin Giorgio Chiellini den Ball trotzdem noch ins Tor beförderte. Fälschlicherweise liess Irmatov trotz seines Pfiffs weiterlaufen und gab den Anschlusstreffer zum 2:3.

So kam in der Schlussphase doch noch einmal Hektik auf. Nach einem wuchtigen Lattenkopfball von Italiens Christian Maggio beseitigte Fred mit seinem 2. Tor des Abends – nach einem Abpraller Buffons – alle Zweifel über den Ausgang der Partie.

Italien im Halbfinal wohl gegen Spanien

Bereits ein Remis hätte den Brasilianern für den Gruppensieg gereicht. Mit dem Sieg über Italien ging das Team von Trainer Luiz Felipe Scolari aber auf Nummer sicher, um im Halbfinal nicht auf Welt- und Europameister Spanien zu treffen - sofern sich die Iberer erwartungsgemäss Platz 1 in der Gruppe B holen.

Paulinho zu Tottenham

Nur wenige Stunden vor dem Anpfiff hat Paulinho seinen Wechsel zu Tottenham Hotspur in die Premier League perfekt gemacht. Laut brasilianischen Medien sicherten sich die Londoner für umgerechnet 18 Millionen Euro die Dienste des Mittelfeldspielers von Klub-Weltmeister Corinthians.

15 Kommentare

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  • Kommentar von Fabio Del Bianco, Spiez
    Trotz dem 2-4 bin ich nicht unzufrieden ob der Leistung Italiens. Es gab den Zeitpunkt als ein 3-3 möglich gewesen wäre. (z.B. Maggio`s Kopfball an die Latte) Der Sieg Brasiliens ist dennoch verdient. Neymar wird "CR7" als Nummer 2 unter den Weltfußballer ablösen. Ein toller Spieler, welcher uns (in Europa) viel Freude bereiten wird. Brasilien wird nächstes Jahr bereit sein. 4,7 Tore im Durchschnitt am Confed-Cup (ohne Tahiti-Beteiligung wären es auch 3,75 Tore im Durchschnitt). Einfach toll!
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Ich bin mit solchen Voraussagen sehr vorsichtig. Neben Ronaldo und Ronaldinho hat sich nur eine Hand voll Feldspieler aus Brasilien in Europa auf die Dauer wirklich voll durchsetzen können, früher oder später sind sie abgetaucht. Wer erinnert sich noch daran, dass Zico einmal bei Udinese und Falcão bei der AS Roma spielten, und wer weiss noch, dass auch Socrates es versucht hat? Da sind die Argentinier besser dran, bei denen haben sich fast alle gut bis sehr gut durchgesetzt.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    @M. Molder: Der Schiri hatte zwar gepfiffen, aber da die Spielszene noch nicht ganz abgeschlossen war, konnte er dieses Tor anerkennen. Vor ein paar Jahren war es umgekehrt: Da pfiff der Schiri in einem FCZ-Spiel zuerst einen Eckball, weil es danach aussah, dass der Ball draussen landen würde. Doch kurz darauf sprang der Ball noch ins Tor, aber da eine neue Spielszene entstanden war - die Verteidiger waren stehen geblieben -, verweigerte er dem Tor zu Recht die Anerkennung.
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    1. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Das ergibt in meinen Augen keinen Sinn. Wann beginnt eine Spielszene und wann endet sie? Das Spiel wird mit dem Pfiff unterbrochen und zwar rückwirkend auf den Zeitpunkt, in welchem das Ereignis stattfand, welches zum Spielunterbruch führte. Der Schiedsrichter kann die Fortsetzung der Partie anzeigen, nachdem er sie unterbrochen hat. Das ist aber nicht geschehen. Ein Schiedsrichter kann Vorteil laufen lassen; dann darf er aber nicht pfeifen. So deute ich die Regeln der FIFA.
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    2. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Ja, eigentlich hat der Schiri gegen die Regeln gepfiffen. Aber gerade auch von solchen "Fehlentscheiden" lebt der Fussball, zudem gibt es immer noch eine Art "Grauzone". Das "Paradebeispiel" geschah in einem Spiel Sion-Zürich im Jahr 1989, als der Schiri den Ausgleichstreffer des FCZ aberkannte, weil sein Schlusspfiff während des Schusses erfolgt war. Im Basketball wäre das ein reguläres Tor gewesen, und im Rugby wird bis zum nächsten Unterbruch auch über die Zeit hinaus gespielt.
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  • Kommentar von Patrick Fleischmann, 8835 Feusisberg
    Brasilien hatte bei 2 Toren Glück, da sie Abstaubertore waren. Buffon hätte sie auch halten können.
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    1. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Und Italien hatte Glück, dass ihr zweiter Treffer gewertet wurde. Das Tor nach Spielunterbruch hätte nie und nimmer zählen dürfen!
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    2. Antwort von flo, lavin
      balo hätte den penalty gemacht
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