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Confederations Cup Brasiliens Kampf gegen das nationale Trauma

Der Halbfinal am Confed Cup zwischen Brasilien und Uruguay ist für den Gastgeber mehr als ein Spiel. Für ganz Brasilien geht es um die Tilgung einer Schmach, die noch immer tief im Bewusstsein verankert ist.

Legende: Video WM 1950: Die Tore von Brasilien-Uruguay abspielen. Laufzeit 1:48 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 24.06.2013.

Über Generationen wurde er nicht vergessen, dieser Tag im Juli 1950. Knapp 200‘000 Zuschauer versammelten sich im «Maracana» an Brasiliens Heim-WM, der Titel schien für die «Seleçao» nur Formsache zu sein. Bis Uruguays Alcides Ghiggia mit seinem Siegtor zum 2:1 Totenstille über das Stadion und das Land legte.

63 Jahre später erwartet Brasilien wieder den Titel. «Nur» um den Confed Cup geht es zwar und der Halbfinal findet nicht in Rio, sondern in Belo Horizonte statt. Und doch hofft ganz Brasilien auf die Tilgung des kollektiven Traumas.

Uruguays Sprüche

Die Helden von heute sind persönlich unbelastet. Trainer Luiz Felipe Scolari war 1950 keine 2 Jahre alt. Und doch werden Brasiliens Protagonisten vor dem Halbfinal bei jeder Gelegenheit an dieses WM-Spiel erinnert.

Auch von Uruguays Trainer Oscar Tabarez: «Wir wissen, wie man gegen den Turnier-Gastgeber spielt und ihm das Leben schwer macht.» Sein Team hat grosse Lust, den übermächtigen Nachbarn erneut zum Weinen zu bringen.

TV-Hinweis

TV-Hinweis

SRF zwei zeigt den Halbfinal am Confed Cup zwischen Brasilien und Uruguay am Mittwoch ab 20.45 Uhr live.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Rudolf Schär, Guapiacu Brasilien
    Dieser Artikel ist völliger Unsinn. Diese ehemalige Niederlage wurde von einigen wenigen Reportern aufgegriffen. Die meisten Leute auf der Strasse haben das nicht einmal mehr gewusst. Von einem Trauma zu sprechen ist schlicht und einfach lächerlich
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Ich kann das bestätigen, weil ich in Brasilien viele ältere Leute kenne, die sich ans "Maracanaço" nur dann wieder schwach erinnern, wenn in den Medien wieder einmal davon die Rede ist. Die meisten heute lebenden Brasilianer waren damals noch gar nicht geboren, das trägt sicher mit zum "Vergessen" bei. Wer schon fünf Mal Weltmeister war und es bald wieder werden könnte, kann diese "Katastrophe" sicher viel gelassener hinnehmen als z.B. die Ungarn, die noch heute wegen 1954 leiden.
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    2. Antwort von Fabio Del Bianco, Spiez
      Man wollte wohl lediglich eine "Brücke" bauen, um den Leuten von heute vor Augen zu führen, was damals geschah. 1950; eine für uns unvorstellbare "Katastrophe" für alle Brasilianer. Von der Dramatik her, das Ereignis aller Weltmeisterschaften zusammen. Nicht einmal die Ungarn 1954 in der Schweiz. Aber natürlich, lang lang ist es her. Die Zeit heilt meistens alle Wunden.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Was als nationales Trauma bezeichnet wird, wurde bereits bei der WM 1970 überwunden, als Brasilien im Halbfinal Uruguay schlug - und das war umso schwerer, weil die Urus bis kurz vor der Pause, bis zum Ausgleich, das Spiel noch dominierten. Natürlich bleibt "Maracanaço" unvergessen, aber es tut nicht mehr weh, es sei denn, die Urus würden sich doch noch für die WM im nächsten Jahr qualifizieren und die Teams treffen wieder aufeinander - und Uruguay würde dann wieder gewinnen.
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