Fifa und Russland unter Zensur-Verdacht

Deutsche Medien befürchten, dass ihre Journalisten beim Confed Cup in Russland zensuriert werden. Die Fifa weist die Vorwürfe zurück.

Gianni Infantino

Bildlegende: Beugt er sich russischem Druck? Fifa-Präsident Gianni Infantino letzten November bei der Gruppenauslosung. EQ Images

Deutschland ist einer von 8 Teilnehmern am Confed Cup, der am 17. Juni in St. Petersburg beginnt. In den Akkreditierungsunterlagen für Journalisten, die ans WM-Vorbereitungsturnier reisen wollen, steht laut Bild unter anderem, dass sie:

  • «ausschliesslich über den Confed Cup und damit verbundene Ereignisse» berichten und
  • «nur auf dem Gebiet der Spielorte und nahe gelegener Sehenswürdigkeiten tätig sein» dürfen.

«Die Fifa lässt sich hier vor den Karren einer menschenrechtsfeindlichen Regierungspolitik spannen, indem sie Journalisten massiv in ihrer Arbeit behindert», sagte der Präsident des deutschen Journalistenverbandes, Frank Überall.

Fifa weist Vorwürfe zurück

Die Fifa bestreitet die Vorwürfe. «Die Pressefreiheit ist für die Fifa oberstes Gebot», schreibt der Weltverband. Schliesslich könne jeder Journalist, der zu anderen professionellen Zwecken nach Russland einreise, «mithilfe des Standardverfahrens beim russischen Aussenministerium ein Medienvisum beantragen».

Confed Cup 2017

Gruppe A
Gruppe B
RusslandKamerun
Neuseeland
Chile
Portugal
Australien
MexikoDeutschland