Gibraltar: Besser sein als Brasilien

Am Freitag trifft Gibraltar als krasser Aussenseiter in Nürnberg auf Deutschland. Dabei verfolgt der Fussballzwerg zwei Ziele: Das Duell gegen den Weltmeister geniessen und besser abschneiden als Brasilien.

Die Gibraltar-Spieler posieren vor dem EM-Qualifspiel gegen Polen.

Bildlegende: Klare Aussenseiter Die Gibraltar-Spieler posieren vor dem EM-Qualifspiel gegen Polen. Reuters

Nach 3 Spielen in der EM-Qualigruppe D belegt Gibraltar ohne Punkte den letzten Tabellenrang. Gegen Polen, Georgien und Irland kassierte das Team von Coach Allen Bula 17 Tore und konnte seinerseits noch keinen eigenen Treffer bejubeln. Am Freitag steht nun die Partie in Deutschland auf dem Programm.

Weniger als 7 Gegentore als Ziel

Gibraltars Torhüter Jordan Perez hat für das Spiel beim Weltmeister einen speziellen Wunsch. «Unter 7 Gegentoren bin ich zufrieden», liess der Amateurkicker verlauten. «Dann können wir sagen: Wir sind besser als Brasilien.» An der WM hatten die Deutschen auf dem Weg zum Titel den Gastgeber im Halbfinal mit 7:1 gedemütigt.

Ungeachtet des Resultates ist das Gastspiel in Nürnberg für die Akteure von Gibraltar, dessen Nati erst 2013 in die UEFA aufgenommen wurde, in erster Linie ein absolutes Karriere-Highlight. «Wir spielen gegen den Weltmeister, damit ist für mich schon ein Traum in Erfüllung gegangen», erklärte Trainer Bula.