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EM-Qualifikation Holpriger Start, grosse Wende und Sonnenschein Embolo

Die Schweiz hat die EM-Qualifikation schon vor dem letzten Auftritt in Estland auf sicher. Die beiden SRF-Experten Alain Sutter und Raphael Wicky blicken auf die Kampagne zurück und verraten, welche Gefühlslagen sie dabei durchlebt haben.

Legende: Video «Die SRF-Experten zur EURO-Quali der Nati» abspielen. Laufzeit 3:23 Minuten.
Vom 10.10.2015.

Die Qualifikation als Ganzes

  • Sutter: «Alles in allem war es nach dem sehr schlechten Start eine holprige Sache. Trotzdem ist man schon eine Runde vor Schluss für die EM qualifiziert und hat die Pflicht damit erfüllt. Es bleibt aber Luft nach oben.»
  • Wicky: «Holpriger Start, dann einige souveräne Auftritte und wieder ein paar Holperer. Insgesamt also wenig Konstanz, daran muss das Team arbeiten. Das Potenzial ist aber zu gross, als dass man in dieser Gruppe hätte scheitern können.»

Die grösste Überraschung

  • Sutter: «Wenn man einen 18-Jährigen wie Breel Embolo in der Nationalmannschaft sieht, die Art und Weise wie er auftritt, dann kann nur das die Überraschung sein.»
  • Wicky: «Breel Embolo, der sich als so junger Spielen mit guten Leistungen ins Team spielen konnte und Schweizer Publikumsliebling ist. Er ist einfach ein Sonnenschein, ein belebendes Element. Ich hoffe, dass er das beibehalten kann.»

Der schwierigste Moment

  • Sutter: «Sicher als man gegen Slowenien mit 0:2 in Rückstand lag. Da war es ganz heikel, die Slowenen hätten in der Tabelle punktemässig aufgeschlossen. Wie aus dem Nichts ist aber da die Qualität, die in der Mannschaft steckt, noch zum tragen gekommen. Das war für mich der entscheidende Punkt dieser Qualifikation.»
  • Wicky: «Beim 0:2-Rückstand gegen Slowenien, in einem so wichtigen Spiel, das man unbedingt gewinnen muss, gegen einen direkten Konkurrenten. Da hat bis zur 75. Minute nicht viel zusammengepasst.»

Der schönste Moment

  • Sutter: «Auch das war im Slowenien-Spiel, als Drmic in der Nachspielzeit noch zum 3:2 traf. Da ist das Stadion explodiert, weil man einfach wusste, dass dies ein ganz, ganz wichtiger Moment ist.»
  • Wicky: «Sicher das Slowenien-Spiel in Basel. Ich war zwar als Experte dabei, trotzdem bin ich da bei jedem Tor aufgesprungen und habe mich gefreut wie ein Bub.»

Der Ausblick nach Frankreich

  • Sutter: «Es ist immer cool, wenn die eigene Mannschaft bei so einem grossen Turnier dabei ist. Ich freue mich extrem auf dieses Turnier und bin vor allem auch gespannt, wie sich die Schweiz gegen Gegner eines Kalibers von England schlagen wird.»
  • Wicky: «Es wird interessant zu sehen, mit welcher Taktik und welcher Mannschaft der Trainer in diese EM steigen wird. Richtig aufschlussreich war die Quali nicht: An Top-Gegner England kam man nicht heran, die anderen Teams waren einfach zu schwach, als dass man sagen könnte, wo die Schweiz steht. Jetzt hat man 8 spannende Monate vor sich.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 09.10.2015, 20:00 Uhr

Legende: Video «7 Tore und das EM-Ticket für die Nati» abspielen. Laufzeit 3:49 Minuten.
Aus sportaktuell vom 09.10.2015.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Smart, Ostschweiz
    Die Nati könnte noch effizienter Punkte erzielen, wenn sie auf die unproduktiven, langen Aversionspässe verzichten würde. Diese erinnern mich stets an den Stil von Trainer Saudades Kamazura, dessen Mannschaften stark spielten, denen aber dir Effizient fehlt :( wie schade!
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    1. Antwort von roman hollenstein, rhäzüns
      "smarter" Kommentar, allerdings (bewusst) völliger Quatsch
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    2. Antwort von E. T. A. Thiel, Fürstenwalde
      Taras Cökmüs hatte immer eine 3-5-1-1 Aufstellung und der Torwart drosch den Ball über das ganze Feld haargenau zum Schlacks mit den Engelslocken in der Sturmspitze, der ihn wie aus der Kanone auf das Gehäuse knallte. Die Nati braucht eine Kamazura-Cökmüs-Mischung!!
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  • Kommentar von Christian Hofstetter, Zürich
    Meiner Meinung nach hat sich die Mannschaft unter Petkovic nicht weiter entwickelt. Zu viele Spieler überschätzen sich, haben Probleme im Ausland einen Stammplatz zu bekommen (Drmic, Mehmedi, Schär, Inler, Shaqiri, Klose). Ein Shaqiri sollte sich mal überlegen, ob er richtig trainiert. Er hat mehr Probleme mit seiner Oberschenkelmuskulatur als dass er Spiele absolvieren kann. Es bleibt Eren Derdiyok, der eigentlich alles kann, wie Schnelligkeit, Kopfballspiel, Technik, um Tore zu schiessen.
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  • Kommentar von Andreas Stöckli, Uster
    Naja unser Sonnenschein Embolo war für mich gestern zusammen mit Dirmic einer der schlechtesten auf dem Platz. Unzählige Fehlpässe, den Ball zu lange gehalten etc...
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