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EM-Qualifikation Schweiz im Schongang zum Pflichtsieg

Die Schweizer Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation im fünften Spiel den dritten Erfolg gefeiert. Das Team von Coach Vladimir Petkovic bekundete in Luzern gegen Estland kaum Probleme und siegte mit 3:0.

Legende: Video «Die Schweizer Tore zum klaren Sieg gegen Estland» abspielen. Laufzeit 1:30 Minuten.
Vom 27.03.2015.

«Wir wollen, müssen und werden gewinnen», sagte Vladimir Petkovic vor der Partie gegen Estland. Die Pflichtaufgabe erfüllte die Nati ohne grössere Probleme und sicherte sich hochverdient den dritten Sieg in Folge. Fabian Schär, Granit Xhaka und Haris Seferovic erzielten gegen einen bescheidenen Gegner die Treffer für den Gastgeber. Xherdan Shaqiri leistete bei allen Toren die Vorarbeit.

Nicht die gefürchtete Geduldsprobe

Mehr als die Erfüllung der Pflicht war der Sieg vor 14'000 Zuschauern in Luzern aber nicht. Der Auftritt der Nati war weit entfernt von einer Gala, das Schweizer Spiel geprägt von vielen Fehlern. Im Gegensatz zum 4:0-Erfolg gegen Litauen im November, als der Nati erst in der 66. Minute das 1:0 gelang, wurde die Partie gegen Estland aber immerhin nicht zur befürchteten Geduldsprobe.

Bereits in der 17. Minute beruhigte Fabian Schär mit seinem 5. Treffer im 11. Länderspiel die Nerven von Team und Fans. Shaqiri führte einen Eckball kurz aus und flankte nach einem Doppelpass mit Josip Drmic zur Mitte, wo Schär per Kopfball vollstreckte. Exakt zehn Minuten später sorgte Granit Xhaka bereits für die Vorentscheidung. Mit einem schönen Schuss aus 20 Metern bezwang er Sergei Pareiko zum vorentscheidenden 2:0.

Schweizer Passivität nicht bestraft

Die frühe und klare Führung beflügelte das Spiel der Schweizer aber nicht. Zwar war das Team von Coach Petkovic klar überlegen, oft fehlte aber die Intensität, die Fehlerquote blieb durchgehend hoch. Die vor allem nach der Pause sehr passive Spielweise barg nicht wenige Risiken, da die Esten dadurch im Spiel blieben. In der Offensive fehlten den Gästen aber die Mittel, diese Einladung anzunehmen.

Erst in der Schlussphase erhöhte die Nati den Druck wieder. Wurde Seferovics vermeintlicher Treffer zum 3:0 in der 76. Minute noch zu Unrecht wegen Abseits aberkannt, konnte der Frankfurt-Stürmer 240 Sekunden später doch noch jubeln. Nach einem Durcheinander im Strafraum traf er auf Zuspiel von Shaqiri zum Schlussresultat.

Nati bleibt auf Platz 3

In der Tabelle der Gruppe E bleibt die Schweiz punktgleich mit den zweitplatzierten Slowenen (6:0-Sieg gegen San Marino) auf Platz 3. Der Rückstand auf Leader England (4:0-Sieg gegen Litauen) beträgt weiterhin 6 Punkte.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 27.03.15, 20:00 Uhr

28 Kommentare

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  • Kommentar von Fabio Del Bianco, Spiez
    Gut, es war ein Sieg. Gut es war NICHT ein 1-0 sondern ein 3-0. Gut, es wird sicherlich für die EM reichen.Schön, waren die Tore. NICHT gut, die Leistung von Behrami und Inler (gegen dieses Estland blieben die Aussetzer der Beiden jedoch ohne Schaden). So gesehen einfach ein Pflichtsieg.
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  • Kommentar von W. Balmer, Busswil
    Was soll den wieder dieses Symbol von Xhaka beweise? Dass er stolz ist Kosovare zu sein, aber sich zu schade ist, dort zu leben und das Land aufzubauen. Alles was er erreicht hat, hat er der Schweiz zu verdanken, welcher er so unendlich dankbar ist. In keinem anderen Land würde dies akzeptiert werden, wenn ihre eingebürgerten Nationalspieler symbolische Zeichen gebrauchen, welche die Wertschätzung gegenüber dem aktuellen "Heimatland" so klar aufzeigen.
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    1. Antwort von huber fredy, zürich
      das schicksal von xhaka: er kann machen, was er will - es ist nie recht.
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    2. Antwort von Meister Zwingli, Zürich
      Sie haben diese Geste wohl tatsächlich nicht gesehen? ^^ Xhaka hielt nach seinem treffer beide Hände in die Luft und bildete ein Herz. Ich würde das positiv als verbundenheit zur Schweiz sehen. Nicht immer gleich in die eingefahrenen Gleichmaschigen Denkmuster verfallen... ;)
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    3. Antwort von W. Balmer, Busswil
      Eingeweihte wissen, für welches Land dieses Herz gedacht ist.
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    4. Antwort von Herr Zwingli, Zürich
      Gut sind Sie so gut eingeweiht, Herr Balmer. Das Herz galt gar keinem Land, sondern seiner neuen Freundin. Aber ja, die ist ja bestimmt auch Ausländerin...
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  • Kommentar von Herr Zwingli, zürich
    Von Wegen Petkovic kopiert Hitzfeld. Wäre Hitzfelds Handschrift noch zu hätte die Schweiz in einem 4231 gespielt. Xhaka hätte hinter der Spitze keine Wirkung erzielt und Shaqiri wäre auf dem Flügel versauert. Die Schweiz hätte 1:0 gewonnen mit einem Tor in der 85. Minute oder 0:0 gespielt. Unter Petkovic schoss die Schweiz in drei Spielen 11 Tore, hitzfeld braucht dafür 8 Spiele.
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