0:3 – Sion blamiert sich in Litauen

Sion verliert im Hinspiel der 3. Quali-Runde der Europa League beim litauischen Vertreter Suduva Marijampole 0:3. Die Walliser agierten 90 Minuten lang erschreckend lustlos.

Der Auftakt in die Europa-League-Kampagne 2017/18 misslang dem FC Sion gründlich. Ehe sich die Walliser versahen, lagen sie mit zwei Toren zurück.

  • 3. Minute: Sion-Verteidiger Paulo Ricardo lenkt einen Freistoss von Karolis Laukzemis ins eigene Tor.
  • 9. Minute: Paulius Janusauskas erhöht mit einer beherzten Direktabnahme von ausserhalb des Strafraums auf 2:0 für Suduva Marijampole.

Eine adäquate Reaktion der Sittener blieb aus. Statt Torchancen der Gäste folgte ein Sammelsurium an Ideen- und Harmlosigkeit. Und in der 90. Minute wurde der blutlose Auftritt definitiv zur Blamage – denn Suduvas Stürmer Karolis Laukzemis gelang gar noch das 3:0.

Tramezzani mit deutlichen Worten

Trainer Paolo Tramezzani, der das Team im Vergleich zum siegreichen Meisterschaftsauftakt in Thun auf sechs Positionen veränderte (vier davon wegen Verletzungen), fand deutliche Worte für den miserablen Auftritt seiner Spieler.

«  Diese Spieler, deren Namen ich nicht nennen werde, werden unter mir nicht mehr auflaufen.  »

Paolo Tramezzani

«Der Teamgeist war schwach. Wer sich nicht wehtun will, muss nicht Fussball spielen», so der Italiener klar. Und weiter: «Diese Spieler, deren Namen ich nicht nennen werde, werden unter mir nicht mehr auflaufen. Das wissen sie auch. Ich habe es ihnen in der Kabine deutlich mitgeteilt.»

Jetzt ist guter Rat teuer

Im Rückspiel am 2. August benötigt Tramezzanis Team im Stade de Genève nun schon fast ein kleines Fussballwunder. Sonst ist der Walliser Europa-League-Traum bereits in der 3. Qualifikationsrunde ausgeträumt.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 27.7.2017, 22:00 Uhr