Basel baut gegen Zenit auf seine Heimstärke

Zenit St. Petersburg ist im EL-Achtelfinal gegen den FC Basel favorisiert. Doch die «Bebbi» haben im St. Jakob-Park schon lange keinen Treffer mehr kassiert und gehen mit breiter Brust in das Hinspiel vom Donnerstag (ab 20.55 Uhr auf SRF info).

Der FC Basel (hier Sommer und Schär gegen Dnjepropetrowsk) liess im St. Jakob-Park schon lange keinen Treffer mehr zu.

Bildlegende: Bollwerk Der FC Basel (hier Sommer und Schär gegen Dnjepropetrowsk) liess im St. Jakob-Park seit Mitte Oktober keinen Treffer zu. Reuters

Basel und St. Petersburg – das sind die letzten beiden in der Europa League verbliebenen Landesmeister. Die Millionen-Truppe aus der Zarenstadt reist als klarer Favorit von der Newa ans Rheinknie. In den Sechzehntelfinals schaltete der UEFA-Cup-Sieger von 2008 keinen geringeren Gegner als den englischen Traditionsklub Liverpool aus.

Acht Spiele ohne Gegentor im St. Jakob-Park

Doch Basel baut auf seine Heimstärke. Unter Murat Yakin, der in Basel seit Mitte Oktober an der Seitenlinie steht, kassierten die «Bebbi» im St. Jakob-Park in acht Ernstkämpfen noch kein Tor. Mit dem Ziel, diese positive Serie fortzuführen, gehen sie auch ins Spiel gegen Zenit. Damit würde sich der FCB eine ideale Ausgangslage für das Rückspiel schaffen.

«Wir wollen nochmals zeigen, was wir können und Zenit das Leben so schwer wie möglich machen», drückte sich Yakin bescheiden aus. Genährt wird Basels Zuversicht durch die schwache Auswärtsbilanz der Russen, die nur eines der letzten 10 Spiele auf fremdem Terrain gewinnen konnten. Zudem verfügen die Gäste über wenig Spielpraxis, da die Meisterschaft in Russland noch nicht begonnen hat.

Frei spielt, Streller nicht

Besonders gefordert sein wird am Donnerstagabend das Innenverteidigungs-Duo Aleksandar Dragovic und Fabian Schär. Es gilt insbesondere den Brasilianer Hulk in Schach halten. Der Stürmer, der aus dem mit Nationalspielern gespickten Ensemble herausragt, traf zuletzt gegen Liverpool zweimal.

Im Sturm soll Alex Frei dafür sorgen, dass der FCB mit einem Polster zum Rückspiel reisen kann. Captain Marco Streller muss wegen seiner nicht auskurierten Knieverletzung hingegen pausieren. Zudem fehlt im offensiven Mittelfeld Fabian Frei nach seinem Platzverweis im Sechzehntelfinal bei Dnjepropetrowsk.

Ein grosses Budget reicht nicht

Zenit-Coach Luciano Spalletti, der am Donnerstag seinen 54. Geburtstag feiert, muss ohne den verletzten italienischen Internationalen Domenico Criscito auskommen.

Spalletti zeigte sich auf der Medienkonferenz voller Respekt vor dem Gegner. «Wir werden unser ganzes Können abrufen müssen, um weiterzukommen. Wer vor einem Jahr gesehen hat, wie der FCB Manchester United geschlagen hat, der weiss, dass ein grosses Budget nicht das Weiterkommen sichert.»

TV-Hinweis

TV-Hinweis

«SRF info» überträgt das Hinspiel zwischen dem FCB und Zenit ab 20.55 Uhr. Sie können das Spiel auch im Livestream mitverfolgen.