Basel vs. Posen: Tabellenführer gegen Schlusslicht

Am Donnerstag empfängt der FC Basel im 2. Gruppenspiel der Europa League Lech Posen. Nur 57 Tage sind seit der letzten Begegnung der beiden Teams vergangen. Doch die Gemütslagen könnten vor dem erneuten Duell wohl nicht unterschiedlicher sein.

Die Akteure von Lech Posen umringen Basels Breel Embolo.

Bildlegende: In Überzahl, aber doch nur Zuschauer Die Akteure von Lech Posen umringen Basels Breel Embolo. Keystone

Lech Posen? Da war doch was? Genau, denn nur 57 Tage ist es her, seit die Polen im Basler St. Jakob-Park gastierten. Mit dem wenig glanzvollen 1:0-Erfolg sicherte sich der FCB damals mit dem Gesamtskore von 4:1 den Einzug in die CL-Playoffs.

Basels Durchmarsch und Posens Krise

Am Donnerstag kommt es also bereits zur Neuauflage des Duells – wieder im «Joggeli», aber diesmal in der EL-Gruppenphase und nicht mehr im Rahmen der Champions-League-Quali. Seit der letzten Affiche am 5. August haben sowohl Basel als auch Posen 7 Spiele in der heimischen Meisterschaft absolviert. Die Ausbeute der beiden Mannschaften könnte jedoch nicht gegensätzlicher sein.

6 Mal verliessen die «Bebbi» den Platz in der Super League als Sieger. Nur im Spitzenspiel gegen die Young Boys mussten sich die Basler beugen. Von einer solchen Bilanz kann Posen nur träumen. Der polnische Meister erlebte 2 Monate zum Vergessen. Seit dem 0:1 in Basel gewann Lech kein einziges Liga-Spiel mehr und grüsst nun nach 10 gespielten Runden vom Tabellenende.

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Bjarnason köpfelt Basel zum späten Sieg

4:02 min, vom 5.8.2015

Fischer mahnt vor dem Unterschätzen

Für Basel-Coach Urs Fischer ist der eklatante Leistungsabfall von Posen aber kein Grund, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen.

«Bei allen Spielen, die ich gesehen habe, und das waren einige, war Lech dominant und spielbestimmend und hatte genügend Torchancen, um zu gewinnen», hält er fest. Im Moment fehle Lech das nötige Wettkampfglück, viele Spiele seien nur knapp verloren gegangen.

«  Die Tabelle ist sehr gefährlich. Nehmen wir sie als Massstab, dann kommt es nicht gut. »

Urs Fischer

Für Fischer ist daher klar: Lech hat trotz akutem Abwärtstrend noch immer genug Qualität in den eigenen Reihen, um im St. Jakob-Park ein unbequemer Widersacher zu sein. «Die Tabelle ist sehr gefährlich. Wenn wir sie als Massstab nehmen, dann kommt es nicht gut», warnt er.

Zumindest leichte Sorgen dürfte Fischer auch die immer länger werdende Verletztenliste der «Bebbi» machen. Daniel Hoegh, Jean-Paul Boëtius, Matias Delgado, Behrang Safari, Adama Traoré und Ivan Ivanov stehen allesamt nicht auf dem Matchblatt.

Sendebezug: Radio SRF 4 News, Morgenbulletin, 31.09.15 09:17