Berardi lässt Luzerner Träume platzen

Der FC Luzern hat das Rückspiel gegen Sassuolo mit 0:3 verloren und damit den Einzug in die Playoffs der Europa League verpasst. Domenico Berardi sorgte praktisch im Alleingang für die Entscheidung.

Nach dem 1:1 im Hinspiel gegen Sassuolo und 2 Siegen zum Auftakt in der Meisterschaft war das Team von Markus Babbel mit viel Selbstvertrauen nach Reggio Emilia gereist. Bereits nach 38 Minuten hielt beim FCL und seinen rund 1000 mitgereisten Fans allerdings die pure Ernüchterung Einzug.

Doppelter Innenverteidiger-Verlust

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Luzerner nicht nur bereits mit 0:2 im Hintertreffen, sondern hatten auch ihr Innenverteidiger-Duo verloren.

  • 11. Minute: Tomislav Puljic muss verletzt ausgewechselt werden. Bereits nach 7 Minuten war der Captain auf dem frisch verlegten Rasen ausgerutscht.
  • 38. Minute: Nach einer ungenügenden Abwehr von David Zibung holt Ricardo Costa den einschussbereiten Domenico Berardi im Strafraum regelwidrig von den Beinen und sieht dafür die rote Karte.

Doppelter Berardi

Der Gefoulte nahm gleich selber Anlauf und markierte das 2:0, was vorentscheidenden Charakter hatte.

  • In der 18. Minute traf Berardi nach einem Abpraller aus rund 20 Metern mit einem satten Schuss zur Führung.
  • Wie bereits im Hinspiel liess der 22-jährige Italiener Zibung keine Chance und verwandelte in der 38. Minute souverän vom Penalty-Punkt.

Es war der insgesamt 3. Treffer von Berardi in diesem italienisch-schweizerischen Vergleich, womit sich die Frage nach dem besten Spieler von selbst beantwortet.

Luzern konnte, Sassuolo wollte nicht mehr

In den zweiten 45 Minuten erreichte die Partie nie mehr die Intensität der vorangegangenen 3 Halbzeiten. Gregoire Defrel erzielte in der 64. Minute noch das 3:0. In der Folge taten sich die Teams nicht mehr unnötig weh. Für den FCL sind die Träume von der Europa League damit geplatzt. Mit Sassuolo setzte sich letztlich die klar bessere Mannschaft durch.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 28.7.2016, 22:20 Uhr