Darum schafft Sion das Wunder von Braga

Nicht vieles spricht für eine Wende zugunsten von Sion im EL-Sechzehntelfinal. Die Lage beim Gastspiel in Braga ist jedoch nicht hoffnungslos, wie folgende 5 Gründe zeigen.

Sion beim Abschlusstraining im Stadion von Braga.

Bildlegende: Trainieren vor imposanter Kulisse Sion beim Abschlusstraining im Stadion von Braga. Keystone

1:2 im Hintertreffen, verletzungsbedingte Absenzen und ein heimstarker Gegner: Die Ausgangslage für Sion beim EL-Sechzehntelfinal-Rückspiel könnte besser sein. Dennoch sprechen 5 Gründe dafür, dass die Walliser das Ding noch drehen:

  • Die vielen Chancen im Hinspiel: Knapp ein Dutzend Möglichkeiten erspielten sich die Walliser im Hinspiel. Und dies bei alles andere als optimalen Platzverhältnissen. Steigert sich der Cupsieger nur ein klein wenig bei der Effizienz, liegen 2 Tore mehr locker drin. «Die vielen Chancen im Hinspiel zeigen, dass es möglich ist, die Wende zu schaffen», sagt Captain Veroljub Salatic.
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Sion lässt im Hinspiel reihenweise Chancen aus

1:19 min, vom 24.2.2016

  • Die Stärke in K.o.-Spielen: Wenn es um die Wurst geht, kann Sion im Normalfall noch eine Schippe drauflegen. Das ist nicht erst seit dem 13. Cupsieg im vergangenen Jahr (bei 13 Finalteilnahmen) bekannt. Auch in dieser Saison gelang Sion der grösste Coup im Cup, als die Walliser mit Basel den unangefochtenen Leader der Super League im Viertelfinal eliminierten.
  • Die Auswärtsspiele Sions in der Gruppenphase: Wer in Bordeaux gewinnt (1:0) und an der Anfield Road unentschieden spielt (1:1), der muss sich auch nicht vor dem Gang nach Braga fürchten. Auch wenn das Stadion der Portugiesen mit seiner imposanten Felswand durchaus einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
  • Didier Tholot und das Wunder von Bordeaux: Der Trainer des FC Sion stand als Spieler mit Bordeaux bereits einmal im Final des Uefa Cups (1996), dem Vorgänger der Europa League. Auf dem Weg dorthin eliminierten die Franzosen unter anderem die AC Milan, obwohl das Hinspiel im San Siro 0:2 verloren gegangen war. Beim 3:0 im Rückspiel reihte sich auch Tholot unter die Torschützen. Der Sion-Trainer hat also schon schwierigere Hürden gemeistert.
  • Der gesperrte Nikola Vukcevic: Der montenegrinische Nationalspieler war nebst Torhüter Matheus und Innenverteidiger Willy Boly einer von nur 3 Spielern, die sämtliche EL-Spiele Bragas über die volle Distanz bestritten. Nach der kuriosen roten Karte im Hinspiel ist Vukcevic nun gesperrt, was seinen Trainer Paulo Fonseca zu einer Umstellung zwingt.
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Vukcevic fliegt vom Platz und keiner weiss wieso

1:27 min, vom 24.2.2016

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 18.02.2016, 21:00 Uhr.

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Verfolgen Sie das EL-Sechzehntelfinal-Rückspiel von Sion in Braga ab 17:45 Uhr live auf SRF zwei und hier im Liveticker.