Die Hoffnung auf «magische Nächte»

Mit dem FC Thun und St. Gallen sind zwei von drei Super-League-Vertretern in die Gruppenphase der Europa League eingezogen. Einzig für die Grasshoppers ist das europäische Abenteuer vorbei.

Bereits am frühen Abend liess der FC St. Gallen aufhorchen. Trotz «nur» eines 1:1 im Hinspiel schafften die Ostschweizer mit einem begeisternden 4:2-Sieg den Coup in Moskau. «Ich habe noch gar nicht richtig realisiert, was heute passiert ist», gestand FCSG-Trainer Jeff Saibene nach Spielschluss.

Von Lazio bis Tottenham

Goran Karanovic setzte mit seinem Doppelschlag zur 2:1-Führung die Weichen früh auf Sieg. «Das Glück, das uns im Hinspiel gefehlt hatte, war uns heute hold», resümierte der Stürmer. «Nun hoffe ich auf grosse Gegner und magische Nächte in der AFG-Arena». Mögliche Gegner des FCSG in der Gruppenphase sind Valencia, Lyon, Lazio, Tottenham, Swansea, Freiburg oder Frankfurt.

«Dass ich mit 31 Jahren sowas noch erleben darf, ist einfach wunderschön», frohlockte Captain Philippe Montandon. «Natürlich kommt auf unser Kader nun eine enorme Belastung zu, doch mit dem grossen Teamgeist ist vieles wettzumachen. Das primäre Ziel bleibt aber die Meisterschaft.»

Fischer: «St. Gallen gab uns Mumm»

Wie St. Gallen schaltete auch der FC Thun mit Partizan Belgrad dank dem 3:0-Heimsieg eine um einiges stärker eingestufte Mannschaft aus. Der Erfolg der Ostschweizer war für Thun-Trainer Urs Fischer nicht ohne Bedeutung: «Wir sind froh, dass die St. Galler vor uns gespielt hatten, ihre Leistung gab uns Mumm.»

Marco und Christian Schneuwly brachten Thun mit ihren Toren auf die Siegesstrasse: «Der Kunstrasen war für uns heute sicher ein Heimvorteil», meinte Marco. Seinem Bruder Christian gelang mit dem 1:0 der 1. Treffer im Dress der Berner Oberländer: «Ich war zuletzt sehr nahe dran und bin überglücklich, dass es heute geklappt hat.»

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Fussball: Fiorentina - GC («sportaktuell»)

5:45 min, vom 29.8.2013

Beide Schweizer in Topf 4

Wie St. Gallen wird auch Thun bei der Gruppen-Auslosung um 13:00 Uhr in Nyon in Topf 4 gesetzt sein. Damit drohen auch den Berner Oberländern zahlreiche Gegner aus grossen Fussball-Nationen.

Kein Losglück für GC

Neben St. Gallen und Thun standen auch die Grasshoppers ganz nahe am grossen Coup. Nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel gegen die Fiorentina siegten die Zürcher in der Toskana zwar mit 1:0; aufgrund der Auswärtstorregel reichte es aber nicht fürs Weiterkommen.

Selbst das Losglück war den Zürchern nicht hold: Nach dem Europacup-Ausschluss von Fenerbahçe verloste die UEFA einen letzten Platz unter sämtlichen Playoff-Verlierern. Gezogen wurde allerdings nicht GC, sondern APOEL Nikosia aus Zypern.

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