FC Basel trotz Polster nicht sorgenfrei

Der FC Basel hat sich in der Europa League mit dem 2:0-Heimsieg im Hinspiel eine gute Ausgangslage für das Sechzehntelfinal-Rückspiel gegen Dnjepr Dnjepropetrowsk geschaffen. Doch nach dem Ausfall von Captain Marco Streller plagen Trainer Murat Yakin im Sturm grosse Personalsorgen.

Jacques Zoua (vorne) bei der Ankunft auf ukrainischem Boden.

Bildlegende: Einzige Sturmspitze? Jacques Zoua bei der Ankunft auf ukrainischem Boden. Keystone

 

Eigentlich könnte der FC Basel frohen Mutes dem Sechzehntelfinal-Rückspiel vom Donnerstagabend gegen Dnjepr Dnjepropetrowsk entgegenblichen: Die «Bebbi» bezwangen die Ukrainer im St. Jakob Park nach Toren von Valentin Stocker und Marco Streller mit dem «Wunschresultat» von 2:0 und haben somit alle Vorteile auf ihrer Seite. Dem FCB würde gar eine 0:1- oder 1:3-Niederlage genügen, um die nächste Runde zu erreichen.

3 von 4 Stürmern stehen nicht zur Verfügung

Trotzdem ist Trainer Murat Yakin gezwungen, an der Taktik herumzutüfteln. Vor allem im Sturm sieht es nicht rosig aus: Nachdem sich Neuzugang Raul Bobadilla bereits in der Winterpause verletzt hatte (er wäre aber ohnehin nicht spielberechtigt, da er mit YB bereits international spielte), erwischte es am vergangenen Wochenende im Spiel gegen Lausanne (1:2) auch Marco Streller. Wegen einer Oberschenkelverletzung wird der Captain in der Ukraine nicht zur Verfügung stehen. Zudem verzichtet Yakin auch auf Alex Frei, der nach seiner Magendarm-Grippe noch nicht genug fit scheint, um am Donnerstag die Lücke im Sturm schliessen zu können.

Bleibt mit Jacques Zoua noch der letzte etatmässige Stürmer im Kader des FC Basel. Oder wird Yakin gar ohne echten Stürmer spielen lassen, so wie es Barcelona oder das Nationalteam Spaniens teilweise erfolgreich praktiziert haben? Der Trainer wollte sich nicht in die Karten blicken lassen - und verriet nur, wie seine Spieler auftreten sollen: «Warten und auf Konter zu lauern ist nicht unser Spiel. Wir müssen die Zweikämpfe gewinnen und den Gegner so weit wie möglich von unserem Tor weghalten.»

Äusserst heimstarke Ukrainer

Als Favorit sieht Yakin sein Team trotz des Vorsprungs aus dem Hinspiel nicht. «Es wäre noch immer eine Überraschung, wenn wir weiterkommen würden.» Dnjepr Dnjepropetrowsk, das über ein wesentlich höheres Budget als der FCB verfügt, ist zuhause eine Macht und hat alle 13 Heimspiele in dieser Saison gewonnen, die 4 im Rahmen der Europa League mit mindestens 2 Toren Differenz.

Im Achtelfinal gegen Zenit oder Liverpool

Dem Schweizer Meister bietet sich in der drittgrössten Stadt der Ukraine die Chance, zum zweiten Mal nach 2006 die Achtelfinals der Europa League zu erreichen. Dort würden die Basler auf Zenit St. Petersburg oder den FC Liverpool treffen. Die Russen gewannen das Hinspiel zuhause 2:0.

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Hinspiel Basel - Dnjepr Dnjepropetrovsk

3:04 min, aus sportaktuell vom 14.2.2013

TV-Hinweis

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Wir zeigen Ihnen das Rückspiel des Europa-League-Sechzehntelfinals zwischen Basel und Dnjepropetrowsk am Donnerstag ab 18.50 Uhr live auf SRF zwei und im Livestream.

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