FC Zürich verliert auf Zypern

Der FC Zürich ist schlecht in die Europa-League-Gruppenphase gestartet. Der Super-League-Leader verlor beim vermeintlich schwächsten Gruppengegner Apollon Limassol mit 2:3, nachdem er ein 0:2 aufgeholt hatte.

Erst schwach, dann stark, zuletzt unbeholfen: Die Leistung des FCZ bei Apollon Limassol, das seine Europacup-Heimspiele in der zypriotischen Hauptstadt Nikosia austrägt, kann in drei Phasen eingeteilt werden.

Fehlstart der Gäste

In der 1. Halbzeit kassierten die Zürcher nach fehlerhaftem Spiel zwei Weitschuss-Tore. Dem 0:1 durch Fotios Papoulis ging ein Fehler von FCZ-Verteidiger Ivan Kecojevic voraus. Dass Limassol-Stürmer Jan Rezek bei seiner Vorlage möglicherweise im Offside stand, darf keine Entschuldigung sein.

Beim 0:2 von Marcos Gullon aus fast 30 Metern machte FCZ-Hüter David Da Costa nicht die beste Figur. «Ich habe den Ball einen Moment lang nicht gesehen, deshalb ging ich zu spät in die Ecke», suchte der Keeper nach einer Erklärung.

In der Pause schien Trainer Urs Meier die richtigen Worte gefunden zu haben. Seine Schützlinge kamen wie verwandelt aus der Kabine, dominierten die Partie klar und glichen bis zur 53. Minute aus. Das 1:2 bereitete Davide Chiumiento vor, Avi Rikan schloss überlegt ab.

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Yapis Traumtor

1:04 min, vom 18.9.2014

Yapis Traumtor

Noch sehenswerter in Vorbereitung und Abschluss war der 2:2-Ausgleich: Amine Chermiti, Chiumiento, Marco Schönbächler und Yassine Chikhaoui spielten durch die Reihen der Zyprioten. Gilles Yapi zirkelte die Kugel in die Maschen.

Doch statt den Sack zuzumachen - die Chancen dazu waren vorhanden -, liess das Team von Urs Meier den Gegner wieder aufkommen. Schliesslich blieb dem FCZ sogar der eine Punkt versagt: Philippe Koch sorgte mit einem Eigentor 3 Minuten vor Ende für das 2:3.

Chikhaoui fliegt vom Platz

Zu diesem Zeitpunkt spielten die Zürcher nach einer gelb-roten Karte gegen Gullon gar in Überzahl. In der Schlussphase wurde auch FCZ-Captain Chikhaoui, der in der 1. Halbzeit Pech mit einem Pfostenschuss hatte, vom Platz gestellt. Dennoch wäre Kecojevic noch beinahe zum Ausgleich gekommen. Seinen Kopfball klärten die Zyprioten auf der Linie.

Von einer unnötigen Niederlage sprach Trainer Meier. «Wir erlaubten uns drei defensive Fehler, der Gegner nutzte sie aus.» Nach dem 2:2 habe er versucht, die offensive Euphorie seines Teams zu dämpfen. «Das liegt international nicht drin. Der Gegner lauert auf Konter. Wir müssen so schnell wie möglich aus solchen Fehlern lernen.»

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Gladbach-Villarreal

1:34 min, vom 18.9.2014

Gladbach nur remis

Im anderen Gruppenspiel trennten sich Borussia Mönchengladbach und Villarreal 1:1 unentschieden.

Nachdem Patrick Herrmann das Team von Trainer Lucien Favre in Führung gebracht hatte, musste sich Gladbach-Keeper Yann Sommer von Ikechukwu Uche bezwingen lassen.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 18.9.14, 18:50 Uhr