«Lieber Braga als St-Etienne!»

Für den FC Sion geht das Abenteuer Europa League in der K.o.-Runde gegen Braga weiter. Im Wallis rechnet man sich gegen den portugiesischen Klub einiges aus.

Der FC Sion trainiert

Bildlegende: Gut vorbereitet Der FC Sion baut gegen Braga mangels Spielpraxis auf gute Trainingsleistungen. Keystone

  • Matchpraxis: Sion hat 2016 erst 1 Spiel absolviert, Braga schon 12
  • Die Walliser vertrauen auf gute Trainingsleistungen – und hoffen auf schwieriges Terrain
  • Braga warf 2011 YB aus der Europa League

«Wir sind besser dran als Basel. Ich spiele lieber gegen Braga als gegen St-Etienne», fasst Sions umtriebiger Präsident Christian Constantin die Ausgangslage vor dem 1/16-Final-Duell am Donnerstag gegen die Portugiesen zusammen (live ab 20:55 Uhr auf SRF zwei). Constantin traut seiner Equipe einen weiteren Exploit zu.

«  Wir wollen in den Final und diesen gewinnen. »

Christian Constantin

Und wer sich in der Gruppenphase gegen Liverpool, Bordeaux und Rubin Kasan durchgesetzt hat, der braucht sich auch vor Braga nicht zwingend zu fürchten. Überhaupt kennt Constantin keine Bescheidenheit in Bezug auf die Europa League: «Wir wollen in den Final und diesen gewinnen.»

Erst ein Spiel im neuen Jahr

Auch die spärliche Spielpraxis im neuen Jahr will Constantin nicht als erschwerenden Faktor sehen. Sion hat 2016 erst einen Ernstkampf ausgetragen, Gegner Braga dagegen stand schon 12 Mal wettkampfmässig auf dem Rasen. «Ich habe im Training viel Gutes gesehen», glaubt «CC», der auch im voraussichtlich gefrorenen Terrain im Tourbillon Vorteile sieht.

«  Braga ist ein exzellentes Team. »

Christian Constantin

Gegner Braga ist zurzeit die Nummer 4 in Portugals Fussball, hinter den Grössen Benfica, Sporting und Porto. Der Verein aus dem Norden sorgte 2011 für Aufsehen, als man bis in den Final der Europa League vorstiess. Dort verlor man in Dublin gegen die Kollegen aus Porto mit 0:1. In der folgenden Saison traf man in der letzten Quali-Runde auf YB und setzte sich dank der Auswärtstorregel durch.

Abwehr-Bollwerk beim Gegner

Die Portugiesen von Trainer Paolo Fonseca bestechen vor allem durch eine äussert solide Abwehr. «Es ist ein exzellentes Team. Sie kassieren kaum Tore», weiss auch Constantin. Stars der Mannschaft sind Mittelfeldspieler Rafa, der in Brasilien zum WM-Team Portugals gehört, sowie der ägyptische Stürmer Koka, der sein Team in den letzten beiden Ligaspielen zum Sieg schoss.

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Personelles

Sion muss im neuen Jahr auf die verletzten Elsad Zverotic und Xavier Kouassi verzichten. Dafür kann Coach Didier Tholot wieder auf Stürmer Moussa Konaté und Mittelfeldspieler Geoffrey Bia zählen, die im Herbst lange verletzt fehlten.