Schneuwlys schiessen Thun in die Europa League

Der FC Thun hat sich gegen Partizan Belgrad durchgesetzt und den Einzug in die Gruppenphase der Europa League geschafft. Sowohl Marco als auch Christian Schneuwly trafen beim verdienten 3:0-Sieg der Thuner, die gar noch höher hätten gewinnen können.

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Thun - Partizan («sportaktuell»)

5:00 min, vom 29.8.2013

In der 73. Minute wären die Thuner beim Stand von 2:0 beinahe für das Auslassen ihrer etlichen Grosschancen in Halbzeit 1 bestraft worden: Partizans Filip Malbasic kam freistehend aus kürzester Distanz zum Kopfball, doch Thun-Hüter Guillaume Faivre konnte in höchster Not parieren. «Wenn da das Anschlusstor fällt, wird es nochmals eng», betonte Thun-Trainer Urs Fischer nach Spielschluss.

Zuffi sorgt für die Vorentscheidung

Im direkten Gegenzug sorgte Luca Zuffi dann aber für die Vorentscheidung: Der 23-Jährige fasste sich von der Strafraumgrenze ein Herz und traf zum verdienten 3:0-Endstand. Damit hätte Partizan nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel 2 Tore für das Weiterkommen gebraucht - mehr als der Platzverweis von Stojkovic Aksentijevic nach einer Tätlichkeit in der Nachspielzeit gab es aber nicht mehr zu notieren.

Marco und Christian Schneuwly waren die auffälligsten Figuren in einem überragenden Thuner Kollektiv: Der Führungstreffer des FCT nach einer Viertelstunde war gar eine Co-Produktion der Brüder: Marco köpfelte eine Hereingabe im Strafraum zu Christian, der aus nächster Nähe das 1:0 erzielte. Nichtsdestotrotz war die erste halbe Stunde eine ausgeglichene Angelegenheit.

6 Thuner Grosschancen in 6 Minuten

Dann aber kamen die Berner Oberländer innerhalb von 6 Minuten zu einem halben Dutzend ausgezeichneter Möglichkeiten: Doch zweimal Marco Schneuwly, Luca Zuffi, Andreas Wittwer, Michael Siegfried und Christan Schneuwly mit einem Lattenknaller vergaben allesamt.

Partizan Belgrad enttäuschte derweil über weite Strecken und wurde neben Malbasics Grosschance lediglich durch Mittelstürmer Aleksandar Mitrovic zeitweilig etwas gefährlich. Ganz anders die Thuner: Auch nach dem Seitenwechsel wurde die Kadenz aus Durchgang 1 weiter hochgehalten, was sich bereits nach 3 Minuten auszahlte. Marco Schneuwly konnte losziehen, umkurvte Partizan-Hüter Vladimir Stojkovic und schob zum 2:0 ein.

Damit steht dem FC Thun 8 Jahre nach dem Champions-League-Märchen mit der Europa-League-Gruppenphase das nächsten Highlight der Klubgeschichte bevor.