St. Galler Achtungserfolg gegen Spartak Moskau

Der FC St. Gallen hat dem grossen Spartak Moskau im Hinspiel der Europa-League-Playoffs ein 1:1 abgetrotzt. Für das Team von Trainer Jeff Saibene lag sogar ein Sieg im Bereich des Möglichen.

Noch keine Minute war in der zweiten Halbzeit gespielt, als Marco Mathys eine Flanke von Mario Mutsch per Kopf verwertete: Tor für den krassen Aussenseiter, erster Treffer für St. Gallen auf europäischer Bühne seit mehr als 6 Jahren. Mathys sagte nach dem Spiel: «Es war wichtig für uns, dass endlich ein Ball rein ging.»

Denn der Ausgleich war keinesfalls gestohlen, sondern angesichts der Ereignisse der ersten Halbzeit verdient. St. Gallen bewegte sich von Beginn weg spielerisch mindestens auf Augenhöhe mit Spartak Moskau. Die Russen erwiesen sich allerdings als kaltblütiger. Die einzige wirkliche Torchance verwertete Juri Mowsisjan in der 37. Minute akrobatisch. Auf Seiten der St. Galler liessen Dejan Janjatovic und Goran Karanovic ausgezeichnete Möglichkeiten ungenutzt.

Erneute Leistungssteigerung

«Dieses Spartak Moskau können wir packen», bilanzierte der St. Galler Captain Philippe Montandon zur Pause. Die erneute Leistungssteigerung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit war bemerkenswert. Zwar erspielten sich auch die St. Galler nach dem Ausgleich keine Top-Chancen mehr, dank dem 1:1 haben die Ostschweizer aber reelle Chancen auf den Vorstoss in die Gruppenphase.

Dass die Ausgangslage noch besser hätte sein können, ärgerte Montandon: «Das einzige, was nicht stimmt, ist das Resultat.» Mathys sagte dennoch: «Noch ist nichts verloren.» Das Rückspiel findet am kommenden Donnerstag in Russland statt.