Thun mit ärgerlicher Niederlage

Der FC Thun hat das 2. Spiel der EL-Gruppenphase auswärts in Genk mit 1:2 verloren. Die Berner Oberländer belohnten sich damit für einen vorab in der 1. Halbzeit starken Auftritt schlecht. Nach dem Auftaktsieg gegen Rapid Wien bleiben die Chancen der Thuner aber intakt.

Die Entscheidung in der Cristal Arena in Genk fiel innerhalb von 8 Minuten: Mit einem Doppelschlag verwerteten die Genker Julien Gorius (55.) und Jelle Vossen (63.) zwei ihrer raren Chancen. Die Thuner waren danach lange zu keiner Reaktion fähig. Der Anschlusstreffer von Josef Martinez in der Nachspielzeit war nur noch Makulatur.

Spiel der verpassten Chancen

Die plötzliche 0:2-Rücklage entschied ein Spiel, das zuvor für die Thuner gelaufen war. Die Berner Oberländer waren in der 1. Halbzeit selbstbewusst aufgetreten und erspielten sich mehrere hochkarätige Chancen. Allein Topskorer Martinez verpasste dreimal in aussichtsreicher Position.

Besondere Freude dürfte Trainer Urs Fischer an einer wunderbaren Ballstafette in der 15. Minute gehabt haben: Marco Schneuwly und Nelson Ferreira kombinierten sich mit präzisem Doppelpassspiel durch die Genker Hintermannschaft, Martinez' Abschluss liess aber die nötige Präzision vermissen. In der 2. Halbzeit verloren die Thuner den spielerischen Faden und fingen sich früh zwei vorentscheidende Gegentreffer ein.

Rapid Wien und Dynamo Kiew trennen sich unentschieden

In der Gruppe der fussballerischen Schwellenländer kam es neben dem schweizerisch-belgischen zu einem österreichisch-ukrainischen Duell. Im Wiener Hanappi-Stadion kam Rapid mit einem Last-Minute-Treffer in der 94. Minute zum 2:2-Ausgleich gegen Gruppenfavorit Dynamo Kiew. Dynamo und Rapid bleiben damit weiter sieglos.

Am 24. Oktober reist der FC Thun nach Kiew. Die Chancen der Berner Oberländer sind trotz der Niederlage in Belgien intakt.