Verfahren gegen Inter wegen Rassimus-Eklat

Der europäische Fussball-Verband UEFA hat ein Disziplinarverfahren gegen Inter Mailand eingeleitet. Hintergrund sind die rassistischen Sprechchöre der Inter-Fans während des Europa-League-Spiels gegen Tottenham Hotspur vom vergangenen Donnerstag.

Inter Mailand mit Trainer Andrea Stramaccioni droht eine empfindliche Busse.

Bildlegende: Rassismus-Vorwurd Inter Mailand mit Trainer Andrea Stramaccioni droht eine empfindliche Busse. Reuters

Die Schmähgesänge waren gegen den farbigen Gästestürmer Emmanuel Adebayor gerichtet. Wie die UEFA am Montag mitteilte, wird die Disziplinarkommission des Verbandes den Fall bei einer Sitzung am 19. April behandeln.

Geisterspiel wie Lazio Rom?

Dem Champions-League-Sieger von 2010 droht dann eine empfindliche Strafe. Liga-Konkurrent Lazio Rom ist aufgrund rassistischer Äusserungen seiner Anhänger gerade erst zu 2 Geisterspielen in der Europa League verurteilt worden. Eines davon fand am vergangenen Donnerstag gegen den VfB Stuttgart (3:1) statt.

Out trotz 4:1-Sieg

Gegen Inter ermittelt die UEFA ausserdem noch wegen «ungenügender Organisation» des Spiels, da gegen Tottenham auch einige Leuchtraketen im Fanblock gezündet wurden. Die Mailänder schieden trotz ihres 4:1-Erfolges in dieser Partie aus der Europa-League aus, da sie das Hinspiel in London mit 0:3 verloren hatten.